News aus Cebu

Was im letzten Monat so ging

Im Dezember jagte eine Christmas Party die nächste. Angefangen hat es schon in der ersten Dezemberwoche mit einer Weihnachtsfeier im Jugendgefängnis. Dort haben wir ein Programm mit Liedern, einem Drama, einer Botschaft und Spielen gemacht und am Ende gab es natürlich auch noch Essen, Geschenke und wir hatten Zeit, um noch ein bisschen mit den Jugendlichen zu reden.

Zusammen als Intern-Girls haben wir die Mädels, die in den letzten 3 Monaten Geburtstag hatten zum Jollibee eingeladen (das ist sowas Ähnliches wie McDonald’s). Die Mädels lieben es, wenn sie mal rauskommen. Nach unserem Essen im Jollibee gab’s noch für jeden ein Eis auf dem Fuente (Riesenkreisverkehr in der Stadt).

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An einem Samstag war die sogenannte “Christmas Convention”. Das ist eine Weihnachtsfeier, an der verschiedene Hilfsorganisationen, die auch mit Straßenkindern arbeiten, teilgenommen haben. Alle Organisationen bringen also ihre Kids mit und dann gibt es verschiedene Tanz-und Liedvorführungen, Spiele und gemeinsames Essen.

Die Staff Christmas Party, also die Weihnachtsfeier mit allen Mitarbeitern hier, stand unter dem Motto “Celebrating the Christ of all times”. Dazu waren wir schon im Voraus in Gruppen eingeteilt und mussten passende Anspiele vorbereiten, die letztendlich echt lustig waren. Außerdem gab es natürlich gutes Essen und es wurde gewichtelt, wodurch wenigstens ein bisschen Weihnachtsstimmung bei mir aufkam.

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Auch gab es eine Christmas Party mit allen Kids aus den Heimen und mit den Kids die hier zur Schule gehen. Wir haben zusammen Abendgegessen, Spiele gespielt und es gab einen Lobpreisabend bei dem dann am Ende alle zusammen abgedanct haben. Die Stimmung war ausgelassen und es war megaschön zu sehen, wie viel Spaß die Kids und Jugendlichen hatten.

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Über Weihnachten waren wir Interns dann alle zusammen im Urlaub auf Bohol. Wir haben die freien Tage zusammen sehr genossen, waren stundenlang im Meer baden und durften viele schöne Dinge im Land sehen, wie z.B. die Chocolate Hills, die kleinsten Affen der Welt (Tarsier), Reisterassen und Wasserfälle.

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Silvester haben wir mit den Kids gefeiert, die für die Ferien aus verschiedenen Gründen nicht nach Hause zu ihren Familien gehen konnten/durften. Nach dem Essen haben wir zusammen Marshmellows gegrillt, was die Kids echt geliebt haben. Danach haben wir Spiele gespielt und alle zusammen einen Film angeschaut. Um 23 Uhr gab es nochmal Essen für alle bevor wir dann aufs Rooftop (Dachterrasse) gegangen sind um das Feuerwerk anzuschauen. Es war so süß zu sehen, wie sich vor allem die Kleinen an dem Feuerwerk gefreut haben und den ganzen Abend einfach voll genossen haben.

Was mich sonst noch so beschäftigt

Obwohl ich das alles hier ja schon ein Stück weit kannte, ist es krass für mich zu sehen, wie normal es für mich geworden ist hier zu sein. Ich habe die Kids schon sehr ins Herz geschlossen. Auch wenn es immer noch manchmal anstrengend ist oder ich nicht immer so viel Motivation habe, sind diese Kids einfach Teil meines Lebens geworden und nicht mehr so einfach wegzudenken. Das Wertvollste ist es einfach Beziehungen zu ihnen aufzubauen, Zeit zu haben, um mit ihnen zu spielen und zu reden, ihnen die Liebe und Aufmerksamkeit zu geben, die sie auf der Straße nie bekommen haben.

In diesem Monat war ich auch öfters mal in Downtown unterwegs. Downtown ist die Innenstadt Cebus, dort, wo die Straßen immer voll und laut sind, dort, wo es die günstigsten Klamotten gibt, dort wo ganze Familien direkt auf der Straße leben, Babies im Dreck spielen und Straßenkinder dich anbetteln. Da wird einem dann immer bewusst, wie viele Kinder es noch gibt, denen geholfen werden muss. Ja, es gibt noch so viel mehr zu tun. Jedes einzelne dieser Kinder hat das Recht auf ein Leben in Würde. Und dafür lohnt es sich zu kämpfen, dafür lohnt es sich, Verletzungen einzustecken, dafür lohnt es sich, mich immer wieder selbst zu pushen, wenn ich mal keine Motivation und Liebe habe, dafür lohnt es sich.

Jetzt ist das Jahr 2017 schon um und ich habe so viel Grund DANKBAR zu sein für das was Gott in diesem Jahr, aber auch vor allem in der Zeit, die ich bis jetzt hier verbracht habe, schon getan hat. Ich durfte schon viel lernen hier und unzählige (kleine) Wunder erleben, die einem erst so richtig auffallen, wenn man mal zurückschaut. Trotz manch harter Zeiten ist es unfassbar, wie viel Gutes ich schon erlebt habe.

Ich hoffe ihr könnt auch zurückblicken und die vielen kleinen Wunder entdecken, die Gott im letzten Jahr getan hat. Ich wünsche euch ein gutes und gesegnetes neues Jahr! Erwartet Großes, denn Gott hält so viel für euch bereit!

GEBETSANLIEGEN

-dass ich die Zeit gut nutzen kann, die ich hier noch habe

-dass Gott mich noch weiter verändert und an mir arbeitet

-dass  ich Gottes Stimme höre, was er danach mit  mir vorhat

 

Eure Ermutigung und Gebete bedeuten mir sehr viel! Danke dafür!

Liebe Grüße

Dorina

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An jedem einzelnen Tag

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An jedem einzelnen Tag, will ich bewusster leben, weil ich weiß, dass jeder Tag ein Wunder und ein unglaubliches Geschenk ist. Ich will weniger kritisch mit mir selbst und anderen sein, will meinen Schmerz zulassen und reflektieren, aber mich nicht darin verlieren, sondern auch immer wieder aufschauen und die Freude und Hoffnung sehen, die auf mich wartet. Ich will mehr träumen und weniger zweifeln, mehr wagen und weniger zagen, will ins kalte Wasser springen, auch wenn ich nicht weiß was mich erwartet und mir selbst erlauben auch mal Fehler zu machen.

Ich will in Menschen investieren und Beziehungen leben, will Fragen stellen, die mich und andere weiterbringen. Ich will Geschichten schreiben, die es wert sind erzählt zu werden. Ich will die Menschen um mich herum mehr wahrnehmen und mit offenen Augen durchs Leben gehen, will über den Tellerrand hinaussehen und Gott erlauben meine Welt zu crashen, auch wenn das jedes Mal unfassbar weh tut. Ich will mir selbst erlauben tiefer zu fühlen, weiter zu sehen, lebendig zu sein.

Ich will mehr aus Liebe tun und mich nicht in Zweifeln verlieren, will nicht verbittert sein, sondern in Freiheit leben. Ich will Dinge tun, die ich noch nie getan habe, und Geschichten erzählen, die ich noch nie erzählt habe. Ich will mir selbst erlauben mehr zu träumen, mehr zu lieben auch wenn das bedeutet verletzt zu werden, mehr zu lachen und auch mehr zu weinen, öfter ja zu sagen zu Gottes Träumen und Nein zu Satans Lügen. Ich will nicht mein Dasein fristen und die Zeit verstreichen lassen, sondern ich will heute leben und die Welt verändern.

Ich will durchs Leben tanzen, will Neues wagen, den Moment genießen und auch in harten Zeiten niemals aufgeben. Ich will immer und immer wieder aufstehen und weitergehen.

Ich will wegzoomen und die Welt in den Blick nehmen, aus Gottes Perspektive sehen und auf die Ewigkeit schauen. Ich will immer wieder mein Herz Gott hinhalten, es von IHM formen und verändern, heilen und mit Leben füllen lassen.

Ich will mehr vertrauen und mehr wagen, will mutiger sein und weniger zögern. Ich will mein Herz offen halten, damit Gott mir so begegnen kann, wie ER es will. Heute und an jedem einzelnen Tag.

Take your place

“Freely we’ve received, now freely we will give.
We must go, live to feed the hungry, stand beside the broken.
We must go, stepping forward, keep us from just singing, move us into action. We must go.                                                Fill us out and send us out. ”  
                                                   -God of justice. Tim Hughes-
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Ich laufe durch die Straßen und sehe Menschen die wirklich dort leben. Ich spiele mit Kindern und sehe die tiefen Verletzungen in ihren Herzen. Ich höre Geschichten, die ich mir nicht ausmalen will. Ich sehe Menschen- egal wo- die auf der Suche sind. Auf der Suche nach dem Gott, der in mir und in dir lebt.
Es muss noch so viel mehr getan werden. Millionen Kids brauchen noch so viel mehr Annahme, Liebe, Wertschätzung und Fürsorge. Und da draußen warten noch so viel mehr Menschen auf Hoffnung, auf Liebe und Licht.

Es braucht noch so viel mehr Menschen, die ihren Platz einnehmen und den Auftrag ausführen, den Gott ihnen gegeben hat. Egal was es ist, ob deine Zeit, dein Geld, deine Energie, deine Gaben, deine Fähigkeiten, dein Gebet, deine Ermutigung, deine Stimme- DEIN Beitrag zählt! DU wirst gebraucht!

Mach die Augen auf und schau, wo Gott dich gebrauchen will, genau an dem Ort, wo du gerade bist. In deinem Umfeld gibt es Menschen die dich brauchen und denen Gott durch dich begegnen will.

Es ist so wichtig, dass gerade in krassen Zeiten wie diesen jeder Christ seinen Platz einnimmt. Wenn jeder Einzelne von uns seinen Platz einnimmt tragen wir zu etwas unvorstellbar Großem bei und sind Teil von Gottes unfassbarem Plan. So bauen wir-wo auch immer wir gerade sind- gemeinsam das Reich Gottes. Gottes Reich hängt davon ab, dass jeder Einzelne seinen Platz einnimmt und voll ausfüllt, sich nicht von Zweifeln abbringen oder  von Angst bestimmen lässt, sondern von Liebe, dass jeder kühn den Auftrag ausführt, den Gott ihn gegeben hat, dass wir Visionen haben und darin mutig sind, dass wir Träumen Platz in unseren Herzen geben und uns selbst erlauben zu fliegen.

Gottes Reich hängt davon ab, dass jedes einzenle seiner Kinder seinen Platz einnimmt- genau an dem Ort, an den Gott uns gerade hingestellt hat.

Warte nicht länger darauf, dass du einen ganz speziellen Auftrag von Gott bekommst. Du hast schon längst einen Auftrag (Matthäus 28:19-20)!  Frage dich: Was kann ich HEUTE tun?

Nimmst du deinen Platz ein- da wo du gerade bist?

Eins ist klar: Es gibt noch so viel mehr zu tun. Was will Gott durch dich tun?

 

 

 

 

 

 

News aus Cebu

Der November ist schon fast wieder vorbei und somit ist es höchste Zeit euch daran teilhaben zu lassen, was ich hier eigentlich mache und was ich so erlebe. Zunächst einmal zu meinem Alltag. Ich arbeite 4 Tage in der Woche 8 Stunden im Mädelsheim und darf einen Tag in der Woche mit aufs Feeding. 2 Tage in der Woche habe ich frei, an denen es viel in der Stadt zu sehen und zu erleben gibt.

ALLTAG

Es ist 4:40 morgens und mein Wecker klingelt. Aufstehen, mich anziehen, Zähne putzen und schnell noch eine Scheibe Toastbrot reinschieben und dann ab geht’s ins Girlshome zur Morning Duty: Zuerst helfe ich das Frühstück vorzubereiten, dann wecke ich die Mädels auf. Es gibt eine Morgenandacht, danach Frühstück und schließlich geht es ab in die Schule.

Wenn ich Afternoon Duty habe, fange ich um 13 Uhr an mit arbeiten. In den ersten paar Stunden ist dann nicht so viel los, da normalerweise alle Kids in der Schule sind. Wenn die Kids heimkommen, spiele ich mit ihnen, helfe ihnen bei den Hausaufgaben oder beim Zimmeraufräumen und verbringe einfach ZEIT mit ihnen.

Die Kids sind in 4 Familien aufgeteilt, Family 1 und Family 2 sind die Jungs, Family 3 und Family 4 sind die Mädels. Wir sind meistens in Family 3 bei den kleinen Mädels eingeteilt, da hier oft Hilfe gebraucht wird. Einige der kleinen Mädels sind erst seit Juli hier im Heim und haben sich noch nicht ganz eingelebt, was öfters auch sehr herausfordernd ist. Bei diesen Kids merkt man noch, dass sie wirklich von der Straße kommen und man bekommt auch nochmal ein ganz anderes Bild davon, was es bedeutet ein Straßenkind zu sein.

Ihre Geschichten zu hören, ihre Wunden zu sehen, die sich in ihrem Verhalten widerspiegeln. All das ist nicht so einfach. Verletzte Kinder verletzen andere und ich muss mein Herz immer wieder von Gott ausfüllen lassen, damit ich diese Kids trotz allem lieben kann.

Aber ich bin überzeugt: WUNDEN ÜBER WUNDEN FOLGEN WUNDER ÜBER WUNDER, WEIL GOTT AUS ZERBROCHENEN HERZEN GESCHICHTE SCHREIBT.

Wenn man den Song hört, den eines der Mädchen mit der Gitarre selbst geschrieben hat. Wenn man die bewegenden Gedichte hört, die ein anderes Mädchen schreibt. Wenn man sieht wie ein ehemaliges Straßenkind selbständig in der Bibel liest, nicht weil sie muss, sondern einfach weil sie es selbst will… dann weiß man, dass es das alles wert ist. Auch wenn es manchmal hart ist. Auch wenn man manchmal keine Motivation hat. Auch wenn es manchmal unendlich weh tut.

Inzwischen habe ich mich relativ gut in meine Aufgaben eingefunden und auch Beziehung zu den Mädels aufgebaut, was echt cool ist.

Wir haben auch schon einige Aktionen mit den Kids gestartet, zum Beispiel Mangofloat und Munchkins (philippinischer Nachtisch) mit ihnen gemacht, hatten eine Beauty session und ein Fotoshooting. Ein Highlight war als wir Intern-Mädels (FSJler) alle bei den kleinen Mädels übernachtet haben.

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FEEDING

Mittwochs ist mein Feeding-Tag und da freue ich mich immer sehr drauf, denn ich liebe es rauzugehen zu den Kids auf der Straße und ihnen einfach Liebe weiterzugeben. Zuerst helfe ich beim Kochen und Vorbereiten mit und dann fahren wir an zwei Plätze in der Stadt, machen Programm mit den Kids und verteilen Essen.

Wir sind noch nichteinmal aus dem Jeepney ausgestiegen, und man ist schon umringt von Kindern. Alle wollen gleichzeitig auf den Arm genommen werden, alle haben so ein riesiges Loch in ihrem Herzen, alle haben einen unfassbaren Hunger nach Liebe. Ich sehe Dinge, die ich niemals sehen wollte und höre Geschichten, die ich niemals hören wollte…

Rea* ist eine Freundin von mir, die früher bei CFA im Kinderheim gelebt hat und jetzt wieder an einem der Plätze wohnt, an den wir jede Woche gehen. Sie ist genauso alt wie ich und doch sind unsere Leben so unterschiedlich. Sie wuchs sozusagen auf der Straße hier auf den Philippinen auf, ich wuchs in einem großen Haus mit einem wunderschönen Garten in Deutschland auf. Ihre Eltern sind drogenabhängig, meine Eltern haben mir eine traumhafte Kindheit und eine gute Zukunft ermöglicht. Sie hat auf der Straße im Dreck und Staub gespielt. Ich hatte eine perfekte Kindheit mit mehr als ich mir jemals wünschen könnte. Sie ist schon zweifache Mutter. Ich bin gerade mit der Schule fertig. Sie kämpft jeden Tag damit, sich selbst und ihre Familie durchzubringen. Ich kann mir vergleichsweise alles leisten was ich will.

Das alles zu sehen ist schon krass und wirft tausende Fragen in meinem Kopf auf: Warum ist sie hier geboren und ich in Deutschland? Wie kann es sein, dass manche Menschen ALLES haben und andere NICHTS? Und was kann ich darin tun, was kann ich wirklich bewirken?

„It is only by amazing grace you were born where you were. To be amazing grace to someone else born somewhere else.” -Ann Voskamp-

*Name geändert

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CEBUANO LESSON

Da viele Kids auf den Feedings und auch die neuen Kids im Heim so gut wie kein Englisch können, ist es sehr hilfreich Cebuano zu lernen. Ich habe jeden Dienstag Cebuano-Unterricht, wobei wir sehr viel Grammatik lernen um die Sprache auch wirklich zu verstehen. Wörter bringen uns oft auch die Kids im Heim bei.

JUGENDGEFÄNGNIS

Fast jeden Donnerstag darf ich mit ins Jugendgefängnis. Christ for Asia hat dort eine Ministry und macht mit den Jugendlichen Biblestudies. Ich bin immer bei dem Programm für die Mädels dabei. Danach haben wir einfach Zeit, um mit den Mädels zu reden und zu beten. Es ist krass, wie offen sie sind und wie gerne sie Gebet in Anspruch nehmen.

Wenn ich in die Gesichter dieser Mädels schaue sehe ich unzählige Geschichten. Geschichten der Frustration, der Verzweiflung, der Ablehnung und Zerbrochenheit. Geschichten der Einsamkeit, der Resignation. Geschichten der Hoffnungslosigkeit. Geschichten von Scham, Versagen, zerbrochenen Familien, Vaterlosigkeit, Schwierigkeiten und Schicksalsschlägen. Wenn ich in ihre Gesichter schaue sehe ich unzählige Fragen über Gott, das Leben, der Sinn hinter all dem.

Und trotz allem sieht man, wie sie tief in ihrem Inneren noch ein kleines bisschen Hoffnung haben. Hoffnung, die hervorgeholt, ausgebuddelt und freigesetzt werden muss. Hoffnung, die sie in Jesus finden, weil ER sich etwas Besseres für ihr Leben gedacht hat.

URLAUB

Im Oktober durften wir als Interns (insgesamt 9 Leute) zusammen in den Urlaub fahren. Wir waren im Süden Cebu’s in Oslob und Moalboal. Es war sehr gut, einfach mal ein paar Tage rauszukommen, das Landleben zu genießen, stundenlang im Meer zu schwimmen und einfach Zeit zusammen zu verbringen. Ein Highlight war eine Canyoneering-Tour bei den bekannten Kawasan Wasserfällen.

Wir verstehen uns als Interns alle echt gut, was ein großer Segen ist. Oft unternehmen wir auch in unserer Freizeit was zusammen, gehen in die Stadt, Burger essen, einkaufen,…

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OUTING

Anfang des Monats sind wir für zwei Tage mit allen Kids weggefahren. Wir hatten verschiedene Lehreinheiten, Teambuilding-und Lobpreiszeiten und viel Zeit mit den Kids. Am Sonntag sind wir dann ans Meer gefahren und 19 Jungs und Mädels haben sich taufen lassen. Das war ein sehr besonderes Erlebnis zu sehen, wie diese Teens JA zu Jesus sagen und sich entscheiden, IHM für den Rest ihres Lebens nachzufolgen. Danach durften wir natürlich auch noch mit den Kids baden und einfach die Zeit am Strand genießen.

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Diese Jugendlichen haben sich taufen lassen 🙂

Solche Momente mitzuerleben ist einfach der Wahnsinn. Auch wenn es manchmal unfassbar hart sein kann hier, ist es ein riesen Privileg, diese Erfahrung zu machen und in das Leben dieser Kids zu investieren.

GEBETSANLIEGEN

  • Motivation, Kraft und Weisheit im Umgang mit den Kids, vor allem in schwierigen Situationen
  • dass ich noch tiefere Beziehungen zu den Kids und Jugendlichen aufbauen darf
  • dass ich mit all dem Leid, dem ich hier begegne besser klarkomme
  • dass ich herausfinde, was Gott mit meinem Leben vorhat

Danke für alle Gebete und Ermutigung. Ich freue mich immer von euch zu hören.

Liebe Grüße

Dorina

Nothing but grace

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NICHTS ALS GNADE. Die Beziehung zu Jesus ist kein Vertrag, den ich unterschreibe und an den ich mich halten muss, sondern ein Bündnis, in dem ich keine Bedingungen erfüllen muss, sondern einfach so vor Gott kommen kann wie ich bin. Zerbrochen. Kaputt. Sündig. Hoffnungslos. Leer. Einsam. Zerstört.

Gott gibt die nicht auf, die in selbstverursachten, auf schlechten Entscheidungen basierenden Problemen stecken, sondern das ist das absolut Wunderbare an dieser Liebesgeschichte:

ALS WIR NOCH SÜNDER WAREN IST JESUS FÜR UNS GESTORBEN.

„Und das ist die wahre Liebe: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern ER hat uns zuerst geliebt und hat seinen Sohn gesandt, damit ER uns von unserer Schuld befreit.“ -1.Johannes 4:10-

Als wir noch alles falsch gemacht haben, als wir noch gar nichts von IHM wissen wollten, als wir IHN immer und immer wieder zutiefst verletzt haben, hat Jesus sich dafür entschieden TROTZDEM für uns am Kreuz zu sterben. Jesus kommt in all das Chaos, die Einsamkeit und Zerbrochenheit und rettet uns da raus.

Genau an dem Punkt, an dem du jetzt gerade bist will Gott dir helfen. Du musst da nicht selbst herauskommen. Die Frage ist: Erlaubst du Gott, dir zu helfen?

Glaubst du, dass Gott in dein Chaos und deine Probleme hineinkommen kann und etwas WUNDERBARES daraus machen kann? Glaubst du Gott kann Menschen, Gott kann DIR begegenen, inmitten deiner Schwierigkeiten, Probleme und deiner Fehler und dich verändern? Glaubst du, dass Gott in dein Chaos und deine Zerbrochenheit hineinkommen und genau daraus Geschichte schreiben kann?

Gott kommt, begegnet uns in unserem tiefsten Punkt, heilt unsere Wunden, sieht unsere Fehler, ja, aber er sieht auch unseren Schmerz, unsere Einsamkeit und unsere Zerbrochenheit. Wir müssen uns nicht selbst aus dem Dreck ziehen. Jesus ist in unseren Dreck hineingekommen, er ist selbst auf diese Erde gekommen, um uns von da rauszuziehen, um uns da rauszuretten. Das ist Jesus. Nicht wir müssen gut genug werden für ihn, sondern ER kommt in unsere Sünde und unseren Schmerz.

Wir leben in einer gefallenen Welt und deshalb gibt es Leid und Schmerz, deshalb machen wir Fehler. Aber Jesus hat ein für alle Mal gesiegt und das alles ein für alle Mal überwunden. Also versuch nicht, dich aus eigener Kraft zu verbessern, sondern lass dich von SEINER Gnade retten.

Das Einzige, was du tun musst ist, dich Jesus einfach ganz hinzugeben. Alles was du hast, alles was du bist, alles was dich ausmacht, alles was dir wichtig ist. Gib es Jesus hin. Aber auch all deine Herausforderungen, alles was nicht gut läuft, all dein Versagen, deine Fehler, all die Dinge mit denen du immer und immer wieder zu kämpfen hast, alles was dir so unendlich weh tut. Gib es Jesus hin. Gib dich Jesus völlig hin und gesteh vor IHM und vor dir selbst ein, dass du es nicht selbst schaffst, dass du IHN brauchst.

Wir müssen einfach nur zu Gott kommen und ihn für unsere Fehler um Vergebung bitten. Und er sagt: „Es ist okay.“ Er wird nicht wütend auf uns. Er wird uns nicht bestrafen. Er wird uns nicht einmal beschuldigen. Wir müssen nur „Sorry“ sagen und ER vergibt uns. Wir müssen nichts für unsere Fehler bezahlen, weil es einen gibt, der schon längst alles bezahlt hat: Unser Retter, Jesus Christus.

Vielleicht denkst du: „Mein Leben ist zu chaotisch, zu zerbrochen, zu sehr im Dreck als dass Gott da hineinkommen würde oder könnte.“ Aber: Genau für DEINEN Dreck und DEINEN Schmerz ist ER gekommen.

Gerettet zu sein ist nicht etwas, das ich mir verdienen könnte. Ich muss nicht versuchen, gut genug für Jesus zu werden, denn das werde ich nie sein. Gerettet zu sein ist einfach nur Gnade. Nichts als unfassbare Gnade.

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NOTHING BUT GRACE. The relationship to Jesus is not a contract I sign and have to stick to, it’s rather a confederation in which I don’t have to fulfill any conditions but I can come to God just how I am. Broken. Destroyed. Sinful. Hopeless. Empty. Lonely. Ruined.

God does not forsake those who are struck in self-caused, bad-decision-based troubles but that’s the absolutely wonderful point of this love story:

WHILE WE WERE STILL SINNERS CHRIST DIED FOR US.

“This is love: not that we loved God, but that HE loved us and sent HIS Son as an atoning sacrifice for our sins.” -1.John 4:10-

When we still did everything wrong, when we didn’t want to have anything to do with him, when we hurt him over and over again, Jesus decided to die for us at the cross ANYWAY. Jesus comes in all the chaos, loneliness and brokenness and rescues us out of it.

God wants to help you right where you are now. You don’t have to get out of it on your own. The question is: Do you allow God to help you?

Do you BELIEVE that God can come into your chaos and problems and make something WONDERFUL out of it?

Do you believe that God can meet people, that God can meet YOU, in the midst of your struggles, problems and sin and transform you? Do you believe that God can come into your chaos and brokenness and write HISTORY out of it?

God comes, meets us at our lowest point, heals our wounds, sees our mistakes, yes, but he also sees our pain, our loneliness and our brokenness. We don’t have to pull ourselves out of the dust. Jesus came into our dust, HE came to this earth himself, to pull us out of it, to rescue us out of it. This is Jesus. Not we have to become good enough for him, but HE comes into our sin and our pain.

We are living in a fallen world and that’s why we face hurt and pain, that’s why we make mistakes. But Jesus won once and for all, HE conquered all of this once and for all. So do not try to improve yourself by your own strength but let HIS grace save you.

The only thing you have to do, is to surrender yourself fully to Jesus. Everything you have, everything you are, everything that matters to you. Surrender it to Jesus. All your challenges, all that is not going well, all your failures, your mistakes, things you’re struggling with over and over again, everything that is hurting so much. Surrender it to Jesus. Surrender yourself completely to Jesus and admit to HIM and to yourself, that you just can’t do it on your own, that you’re in need of HIM.

We just need to come to him and say sorry for our sins and he says: “It’s okay.” He will not get mad on us. He will not punish us. He will not even blame us. We just have to say sorry and HE will forgive us. We don’t have to pay anything for our sins because one person already paid long ago: Our savior, Jesus Christ.

You might have thoughts like: „My life is too chaotic, too broken, too much in the dust that God could or would come into it.” But that’s the point: HE came exactly for YOUR dust and YOUR pain.

Being saved is nothing you could earn. I don’t have to try to be good enough for Jesus cause I’m never gonna be. Being saved is just grace. Nothing but amazing grace.

Tell me your story

Jetzt ist bin ich schon fast einen Monat hier auf den Philippinen und es wird Zeit euch ein bisschen zu erzählen, wie es mir so geht und was ich bis jetzt so erlebt habe.

Die ersten 3 Wochen waren wir als Team von 11 Deutschen an verschiedenen Orten hier auf den Philippinen unterwegs. Wir hatten Einsätze in Schulen, auf der Straße, in Dörfern, in Gemeinden und auf anderen Inseln.

Wir haben viel erlebt, viel von diesem wunderschönen Land gesehen, durften uns gegenseitig und Gott besser kennen lernen und erfahren, wie ER uns gebraucht.

Hier ein paar Highlights der letzten Wochen:

FEEDINGS

Feedings sind für mich immer etwas ganz Besonderes. Rauszugehen auf die Straße und Kindern, die einfach NICHTS haben nicht nur Essen, sondern auch Liebe zu verteilen. Mit ihnen zu tanzen, zu spielen, zu lachen. Ihnen die größte Hoffnungsbotschaft ever zu bringen. Die Kinder auf der Straße sind so richtig richtig dreckig, sie stinken, sind aufgedreht und laut aber auch so richtig richtig süß und so unfassbar liebebedürftig. Ja, ihr Hunger ist krass aber noch viel viel krasser ist ihr Hunger nach Liebe.

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INSELEINSÄTZE

Ca. in der Mitte der 3 Wochen waren wir dann für 3 Tage auf der Insel Bohol. Da wir 2014 schon mal mit dem Team dort waren hab ich mich sehr auf diesen Einsatz gefreut. Das Coole aber auch Herausfordernde an Inseleinsätzen ist, dass alles nicht mehr so komfortabel ist (schlafen auf Isomatten,etc).

An einem Tag sind wir in ein Dorf gefahren in dem wir 2014 auch schon waren. Damals war das Dorf von einem schweren Erdbeben getroffen worden, viele Häuser waren zerstört worden, Menschen haben Familienmitglieder verloren. Besonders das Schicksal des „Bürgermeisters“ dort hat uns damals besonders berührt: Als das Erdbeben war, war er gerade bei seiner Arbeit. Ein riesiger Stein hat sein Haus einfach überrollt und er hat seine Frau und seine Kinder verloren. Man konnte richtig den Schmerz in seinen Augen sehen und wie schwer es für ihn war, inmitten dieser Umstände noch Hoffnung zu haben. Wir haben damals als Team für ihn gebetet und ihn jetzt wieder getroffen und erfahren, wie seine Geschichte weitergegangen ist: Heute ist er wieder verheiratet mit einer sehr netten, gläubigen Frau und hat eine kleine süße Tochter. Es war so beeindruckend zu sehen, was Gott in seinem Leben getan hatte und wie ER daraus eine Hoffnungsgeschichte geschrieben hat.

An unserem letzten Tag in Bohol hatten wir einen OFF-DAY und durften als Team schöne und erholsame Stunden an einem traumhaften Strand verbringen.

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Danach waren wir für 2 Tage auf Caubian, einer Insel die etwa so groß ist wie der Freudenstädter Marktplatz. Die meisten Männer dort sind Fischer und es gibt unzählige süße und neugierige Kinder. Nachmittags hatten wir dann einen Outreach, das heißt wir haben Actionsongs mit den Kids getanzt, unsere Tänze und unser Drama vorgeführt, kurze Geschichten aus unserem eigenen Leben erzählt, gepredigt und danach einfach mit den Leuten geredet und mit den Kids gespielt.

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GENERAL FELLOWSHIP

Das General Fellowship findet einmal pro Monat hier bei CFA statt. An einem Samstagnachmittag werden alle Kinder von den Feedings hier her aufs Gelände geholt. Im Voraus wird viel Gemüse geschnippelt, Reis gekocht und das Gelände wird schön hergerichtet.

Als Team haben wir mit den Kindern wieder unser Programm gemacht, Zeugnisse und eine Geschichte aus der Bibel erzählt. Dann haben die Kinder Essen bekommen, wir haben mit ihnen gespielt, geredet und einfach Zeit verbracht. Ein Tag auf den sich die Straßenkinder schon Tage vorher freuen. Ein Tag, an dem sie einfach mal rauskommen, einfach mal Kind sein dürfen, einfach mal Freude und Liebe erleben.

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TELL ME YOUR STORY

Unser Motto für die 3 Wochen war: „Tell me your story“. Wir wollten von Gottes Liebe erzählen und von der Hoffnung die ER für die Menschen hat, aber auch ganz bewusst zuhören, ihre Geschichten hören. Und überall wo wir hinkamen haben wir viele Geschichten gehört. Geschichten von Armut, Trauer und Leid, von Angst und Sorgen aber auch davon, wie Menschen Gott erlebt haben und wie ER aus zerbrochenen Herzen Geschichte schreiben kann.

Die letzten Tage habe ich viel Zeit mit den Kindern im Heim verbracht, ich war auf dem Feeding und im Jugendgefängnis dabei und durfte Zeit mit Freunden hier verbringen.

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Ab September beginnt dann auch bei mir der Alltag und ich freue mich darauf, bald wieder einen geregelten Tagesablauf zu haben. Ich werde dann 1 Tag in der Woche beim Feeding dabei sein und 4 Tage in der Woche im Kinderheim arbeiten: die Kinder wecken, sie zur Schule bringen, nach der Schule mit ihnen spielen oder bei den Hausaufgaben helfen, und einfach ZEIT mit ihnen verbringen.

Immer wieder merke ich wie viel ich eigentlich habe und was für ein Privileg das eigentlich ist. Wenn ich durch die Stadt fahre und Menschen sehe, die auf Pappkartons unter einer Brücke schlafen oder die Kids beim Feeding treffe wird mir bewusst, dass es tatsächlich Menschen gibt die einfach NICHTS haben. Und trotzdem strahlen viele inmitten dieser Umstände eine unglaubliche Freude aus. Definitiv etwas, das wir von ihnen lernen können…


GEBETSANLIEGEN

–        Einheit mit den anderen FSJ-lern, die morgen kommen

–        dass ich mich hier noch besser einlebe, in meine Aufgaben hineinwachse und wirklich von Gott gebraucht werde

–        dass ich gute Beziehungen zu den Kids aufbauen kann

–        dass ich im Glauben wachsen kann und Gott besser kennenlerne

–        dass Gottes Liebe die Motivation ist für alles was ich tu


Es ist so wichtig zu wissen, dass Menschen hinter einem stehen. Weg von ZUHAUSE zu sein, von allem Bekannten& Gewohnten, von Familie& Freunden ist um einiges schwerer als erwartet. Mir wird erst hier wirklich bewusst, was für ein wahnsinniges Privileg es ist, ein ZUHAUSE, eine Familie und Freunde zu haben. DANKE dafür und danke an alle die für mich beten& mich ermutigen. Das ist so wertvoll!

Liebe Grüße

Dorina

 

 

 

 

The journey starts…

Morgen ist es soweit. Ich werde für ca. 6 Monate auf die Philippinen gehen, genauer gesagt auf die Insel Cebu- ca. 10.000 km Luftlinie von hier.

Was ich dort mache?

Ich werde dort in Cebu City bei der Organisation „Christ for Asia“ mitarbeiten. Wie viele bereits wissen, war ich inzwischen schon 3 Mal dort. Jetzt ist es endlich soweit und ich darf eine längere Zeit dort verbringen. Dieses Land, diese Kultur, diese Menschen, diese Kinder haben mein Herz im Sturm erobert. Deshalb kann ich es jetzt auch kaum mehr erwarten endlich wieder dorthin zurückzugehen.

Auf der anderen Seite fällt es mir natürlich auch sehr schwer, hier in Deutschland Abschied zu nehmen- von meiner Familie, meinen Freunden, von den Menschen, die ich liebe.

In meinen Newslettern werde ich euch auf dem Laufenden halten, was bei mir so passiert.

Ich werde in einem Kinderheim für Straßenkinder mitarbeiten. Was genau meine Aufgaben sind erzähle ich euch dann wenn ich dort bin.

Die ersten 3 Wochen werde ich zuerst mit einem deutschen Team unterwegs sein. Wir werden verschiedene Einsätze in der Stadt, in Schulen, im Gefängnis und auf anderen Inseln haben. Wir haben verschiedene Tänze und Dramen vorbereitet und sind gespannt zu erleben, wie Gott uns gebrauchen wird.

Jetzt packe ich meinen Koffer mit großen Erwartungen, Träumen und einer tiefen Sehnsucht Gott in einer ganz neuen Weise zu erleben und IHN noch so viel besser kennenzulernen. Ich bin sehr gespannt, was Gott in dieser Zeit für mich bereithält. Ich erwarte Großes, denn ich glaube nur dann werde ich wirklich was erleben.

Ich freue mich über alle, die im Gebet hinter mir stehen. Es ist so wichtig zu wissen, dass Menschen für einen beten!

„Gebet ist nicht alles, aber ohne Gebet ist alles nichts.“

DANKE an alle, die in dieser Zeit für mich beten, an mich denken, mich unterstützen und ermutigen!

 

Liebe Grüße

Dorina