Armut- mehrere Millionen Gründe, etwas zu tun

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#3 Wochen Philippinen#3 Wochen in Gottes Herzensanliegen # 3 Wochen Liebe verschenken

Ich war gerade mit einem Team von insgesamt 20 Deutschen für drei Wochen auf einem Missionseinsatz auf den Philippinen. Wir sind dort in eine andere Welt eingetaucht. Und damit meine ich in eine komplett andere Welt. Was wir dort gesehen haben, konnten wir uns nicht vorstellen. Aber Liebe ist eine Sprache, die überall auf der Welt verstanden wird. Und genau das haben wir dort getan. Wir haben Liebe und Hoffnung verschenkt, mit Straßenkindern zusammengearbeitet, bei Essensausgaben (=Feedings) mitgeholfen und dadurch versucht ein kleines Stück der absoluten Armut auf dieser Welt zu lindern,

Ein paar Fakten

Auf den Philippinen gibt es ca. 1,5 Mio. Straßenkinder. Wenn wir für jede Sekunde ein Straßenkind zählen, dann wären das 60 pro Minute und 3600 in einer Stunde. In 24 Stunden kommen wir auf 86400. Gut 23 Tage würden wir für 2 Mio. benötigen. Um alle 100 Mio. Straßenkinder weltweit zu zählen, wären wir 1157 Tage beschäftigt oder auch 3 Jahre und 2 Monate.

Das Problem der Armut ist wirklich nicht leicht. Es gibt einfach keine einfachen Lösungen. Aber es gibt sie. Lösungen. Lösungen, die Gott bereithält. Und wir sind diejenigen, die sie umsetzen können und sollen.

Weißt du eigentlich, was du hast?

Wenn du Essen im Kühlschrank, ein Dach über dem Kopf und ein Bett hast, bist du reicher als 75% dieser Welt. Wenn du ein eigenes Konto bei einer Bank hast, gehörst du zu den 8% der Reichen dieser Welt. Wenn du heute Morgen gesund aufgewacht bist, geht es dir besser als der einen Million Menschen, die diese Woche nicht überleben werden. Wenn du heute Morgen zur Schule gegangen bist, kannst du froh sein, denn 121 Millionen Kinder haben nicht die Chance zu lernen. Wenn du nie die Gefahr eines Krieges, der Einsamkeit einer Gefangenschaft, den Schmerz von Folterung oder das Elend von Hunger erlebt hast, geht es dir besser als 500 Millionen anderer Menschen dieser Erde. Wenn du immer frisches Trinkwasser zur Verfügung hast, geht es dir besser als 1 Milliarde Menschen in den Entwicklungsländern. Wenn du diese Zeilen lesen kannst, kannst du dich glücklich schätzen, denn über 2 Milliarden Menschen können es nicht.

Gott hat dieser Generation, unserer Generation alles Nötige gegeben, um etwas gegen das Leid dieser Menschen zu tun. Wir leben heute. Wir können heute einen Unterschied machen im Leben dieser Kinder. Du kannst heute ein Wunder werden für eines dieser Kinder! Gott verändert die Welt mit Leuten wie dir. Lass nicht zu, dass all das Leid, die Not von hungernden Kindern, die Armut einfach so an dir abprallen. Lass zu, dass es dein Herz erweicht und dass Mitgefühl dich zu Höchstleistung antreibt. Hab Mut, hinzusehen.

Don’t close your eyes

Die Not dieser Menschen, die Armut auf der ganzen Welt, die geht uns alle was an. Wir sollten nicht zulassen dass uns die riesigen Zahlen über Armut einfach kalt lassen.

Die größte Gefahr besteht darin, dass wir unsere Augen vor dieser Armut verschließen. Nicht nur unsere Augen, sondern auch unsere Herzen, unsere Hände, unsere Ohren. Das ist so viel einfacher als hinzuschauen- mitten in die großen braunen Augen eines Kindes im Slum.

Wenn wir einen Unterschied auf dieser Welt und im Leben dieser Kinder machen wollen, dann müssen wir anfangen, wirklich hinzusehen. Wir müssen die Nöte wahrnehmen und zulassen, dass Gott unser Herz dafür berührt. Wenn wir, die wir eigentlich ja alle Mittel haben, um etwas gegen Armut zu tun, anfangen hinzuschauen, dann wird sich etwas im Leben dieser Kinder verändern, weil uns das, was wir sehen, nicht mehr kalt lässt.

Verpasse es nicht DEINEN Teil beizutragen, um diese Welt ein ganz klein wenig besser zu machen. Don’t close your eyes.

So, als würden wir es für Jesus tun

„Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war durstig und ihr gabt mir zu trinken. Ich war ein Fremder, und ihr habt mich in euer Haus eingeladen. Ich war nackt, und ihr habt mich gekleidet. Ich war krank, und ihr habt mich gepflegt. Ich war im Gefängnis und ihr habt mich besucht.

Ich versichere euch: Was ihr für einen der Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!

Was ihr bei einem der Geringsten meiner Brüder und Schwestern unterlassen habt, das habt ihr an mir unterlassen.“ -Jesus- (Matthäus 25,35-36, 40+45)

Wenn wir den Straßenkindern auf den Philippinen etwas zu essen geben, dann ist das für Jesus so, als würden wir ihm was zu essen geben. Wenn wir Kinder im Waisenheim in Ruanda besuchen, dann ist das für Jesus so, als würden wir ihn selbst besuchen. Wenn wir Menschen umarmen, die keine Hoffnung mehr haben, dann ist das für Jesus so, als ob wir ihn umarmen. Alles was wir für Notleidende tun ist für Jesus so, als würden wir es für ihn persönlich tun. Jede kleine Geste bedeutet ihm unendlich viel. Weil für ihn diese Menschen wichtig sind. Das hat er unmissverständlich klar gemacht. Die Bibel ist voll mit Versen über Armut, Reichtum, Gerechtigkeit und Unterdrückung. Wer die Sorge um die Armen aus der Bibel herausschneidet, der schneidet ihr das Herz heraus. Deshalb zählt für Jesus, alles, was wir für diese Menschen tun. Wenn wir Notleidenden helfen, helfen wir Jesus.

Es geht um das Kleine

Wenn man mitten im Slum steht, umringt von Straßenkindern, dann hat man das Gefühl, ihnen gar nicht genug geben zu können. Die Armut ist so groß und die Verhältnisse so erschütternd, dass man denkt, alles was man tut ist wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

Wir fragen uns vielleicht oft: „Was bringen die paar Euros, die ich spende, wenn die Armut auf dieser Welt so unendlich groß ist?“

Nichts, was wir in diese Kinder investieren ist vergeblich. Ich bin überzeugt, dass jede Umarmung, die wir verteilt haben, jedes Lächeln, das wir gelächelt haben, jedes Wort, das wir gesagt haben, jedes Gebet, das wir gebetet haben und jedes Essen, das wir ausgegeben haben für diese Kinder einen Unterschied gemacht hat. Für uns ist das vielleicht nichts Großes, aber für diese Kinder bedeutet es die Welt.

Oft ist gerade das ganz Kleine das ganz Große. Und so ist es auch mit jedem Euro, den wir spenden. Er macht einen Unterschied. Und egal, ob es um dein Geld, deine Talente oder deine Zeit geht: Du hast viel mehr zu geben, als du denkst!

Niemand kann alles tun, aber jeder kann etwas tun. Du kannst nicht alle Probleme dieser Welt lösen und du kannst auch nicht alle Straßenkinder satt machen. Aber du kannst deinen Teil dazu beitragen, dass es zumindest für eines dieser Kinder Hoffnung gibt.

Es ist hammer zu sehen, wie das Geld, das man spendet, auch wirklich ankommt. Wie es in die Straßenkinder investiert wird und ihnen Zukunft und Hoffnung gibt. Und wenn ich sehe, was aus ehemaligen Straßenkindern geworden ist, und was für beeindruckende Persönlichkeiten sie jetzt sind, dann bleibt mir die Spucke weg. Wenn ich sehe, wie ein Kind beim Feeding strahlt, wenn es etwas zu essen bekommt, dann weiß ich, dass sich jeder einzelne Cent, den ich spende sowas von lohnt.

Jeder einzelne kann etwas gegen Armut tun. Es gibt keine Ausreden, nicht zu helfen.

Dort wo die Menschen leben

An diesen Plätzen stinkt es so sehr, dass es einem schlecht wird. An diesen Plätzen ist es so dreckig, dass man sich fragt, warum hier Kinder spielen. An diesen Plätzen ist es so dunkel, dass man den Dreck schon fast nicht mehr sieht. An diesen Plätzen ist es so hoffnungslos, dass man sich wundert, wie hier Kinder lachen können. Und an diesen Plätzen ist es so aussichtslos, dass man es nicht fassen kann, dass hier Menschen leben, Kinder aufwachsen und Babys geboren werden.

Wir fahren mit dem Jeepney( das ist eine Art Kleinbus, Hauptfortbewegungsmittel auf den Philippinen) zu einem der Feedingplätze. Ich bin noch nicht einmal ganz ausgestiegen, da nimmt mich schon ein 9-jähriges Mädchen in Beschlag und lässt mich den ganzen Abend kaum mehr los. Ihre kurzen schwarzen Haare sind verstrubbelt, ihr dreckiges, stinkendes T-Shirt klebt an mir, ihre großen braunen Augen schauen mich an und sie fängt an zu lachen. Ich hab noch nie so ein tiefes, ehrliches Lachen inmitten solcher Umstände gesehen. Und ich werde es nie vergessen.

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Es gibt mehrere Millionen Gründe, etwas gegen Armut zu tun. Einer davon ist dieses 9-jährige Mädchen.

Ich sitze im Jeepney und fahre durch Cebu City. Die Stadt ist laut, heiß und voll. Wir sind unterwegs zu unserem ersten Einsatz im Slum. Als wir dort ankommen und durch das Slum laufen bin ich so so so geschockt und möchte am liebsten wegrennen und heulen. Wie können Menschen in so einer Armut leben? Was machen die Kinder in diesem Dreck? Meine Gefühle überschlagen sich. Ich bin traurig, sauer und wütend. Wie kann es sein, dass diese Kinder hier einfach nichts haben und ich mir Zuhause den Kopf darüber zerbreche, welches T-Shirt ich heute anziehen soll? Ich hätte genauso diejenige sein können, die in einem Pappkarton aufwächst. Diese Menschen sind doch mindestens genauso viel wert wie ich!

Ich weiß, dass Gott mit diesen Kindern weint. Er leidet mit ihnen. Und weil ER mit ihnen leidet, sollen auch wir mit ihnen leiden. Wir sind so gesegnet, damit wir für andere ein Segen sein können. Uns geht es so gut, damit wir genau diesen Kindern Gutes tun können. Das ist unsere Verantwortung und die gilt es wahrzunehmen!

Diese Menschen brauchen uns. Schau in die Augen eines Straßenkindes- entdeckst du das Potenzial, das dahintersteckt? Erkennst du Gottes Meisterwerk?

Was wir von ihnen lernen können

Es ist krass, dass diese Kinder so hungern müssen. Aber noch viel krasser ist ihr Hunger nach Liebe und Annahme. Es ist so erschütternd zu sehen, wie diese Menschen absolut nichts haben. Aber sie strahlen trotzdem.

Wie kann es sein, dass diese Menschen, die im Slum leben und eigentlich nichts haben, trotzdem glücklich sind? Und ich, die im puren Luxus aufgewachsen ist und alles hab was ich brauch, so oft unzufrieden bin?

Die Dankbarkeit dieser Menschen ist schon sehr beeindruckend und etwas, das wir von ihnen lernen können. Eine dankbare Lebenseinstellung macht glücklich. Sei dankbar für jede Kleinigkeit. Und fang heute damit an.

Du kannst heute etwas tun, das über dein Leben hinaus Bestand haben wird. Bist du bereit ein Wunder zu werden, für eines dieser Kinder?

Mehr Infos und Möglichkeiten zu Spenden unter:

http://www2.christforasia.info/

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