Their stories

Im Mai war ein Team von philippinischen Jugendlichen in Deutschland. Sie haben hier unter anderem ihre Geschichten erzählt. Ich hab ein paar von ihnen gefragt, ob ich hier auf meinem Blog darüber schreiben darft, weil das, was sie erzählt haben, mich echt beeindruckt und berührt hat und weil wir- wie ich finde- ziemlich viel davon lernen können. Hier sind die Geschichten von Linn und Tessy. Ich habe ihre Namen einfach zur Sicherheit geändert.

#Linn: „I had nothing, but HE became my everything!“

Früher, als Linn ein kleines Mädchen war hat sie bei ihren Eltern gewohnt. In ihrer Familie gab es viele Probleme. Die größte Herausforderung waren die Finanzen. Ihr Vater hatte keine feste Arbeit und wenn sie mal Geld hatten, dann hat dieser das für Alkohol und Drogen ausgegeben. Das war ziemlich frustrierend und enttäuschend für Linn. Ihre Familie bestand aus 11 Personen und das Geld, das der Vater verdient hat, hat nie gereicht, um die Kinder in die Schule schicken zu können. (Auf den Philippinen muss man nämlich Schulgeld bezahlen.) Linn wollte aber unbedingt zur Schule gehen.  In ihrer Familie hatte sie viele Probleme, es gab weder Frieden noch Liebe. Manchmal ist ihre Mutter auch weggegangen, weil sie es einfach nicht mehr ausgehalten hat. Das war natürlich für Linn sehr schmerzhaft, besonders weil sie ja noch ein Kind war. In ihrem Herzen hat sie eine große Leere verspürt. Sie hat sich nach der Liebe und Annahme ihrer Eltern gesehnt, doch die konnten ihr nicht geben, was sie brauchte.

Eines Tages gab es in dem Slum, in dem Linn wohnte eine Essensausgabe von Christ for Asia. An diesem Tag bekam sie nicht nur Essen, sondern auch ein Stückchen Liebe und Annahme, nach der sie sich so gesehnt hat. Sie wurde dort mit Würde behandelt, wurde umarmt, obwohl sie gestunken hat und hat von Jesus und von Geschichten aus der Bibel gehört.

Aber ihre Umstände hatten sich trotzdem nicht verändert. Sie war immer noch arm. Als Linn realisierte, dass sie unter diesen Umständen niemals zur Schule gehen kann und auch nie können wird, niemals etwas lernen kann, eine Chance im Leben hat, verlor sie jegliche Hoffnung. Sie dachte ihr Leben werde dort aufhören, wo es angefangen hat- in purer Armut- und, dass sie immer nur arm sein würde.

Sie hat dann angefangen, in ihrer Nachbarschaft nach Arbeit zu suchen, um wenigstens etwas Geld zu verdienen, damit sich ihre Familie etwas zu essen kaufen konnte. Damals war sie 8 Jahre alt. Und sie dachte, das sei das Ende ihres Lebens, sie hat sich vollkommen verloren gefühlt. Aber auch wenn sie mit ihrem Leben sozusagen fertig war, war Gott noch längst nicht „fertig“ mit ihr. ER hatte einen Plan für ihr Leben.

Gott hat Mitarbeiter von Christ for Asia gebraucht, um sie aus dieser Armut herauszuholen. Als Linn 9 Jahre alt war wurde sie im Mädelsheim von CFA aufgenommen. Am Anfang war es ziemlich hart für sie, weil sie dachte, sie würde für immer von ihrer Familie getrennt sein. Aber sie hat dann angefangen zu verstehen, dass Gott einen guten Plan für ihr Leben hat- egal, was passiert- und dass ER sie nie verlässt oder im Stich lässt. Bei CFA hat Linn ein Zuhause gefunden und konnte endlich auch zur Schule gehen. Sie ist dort versorgt mit allem was sie braucht, mit Essen, einem Zuhause, Liebe und Annahme, was sie in ihrem früheren Leben nicht hatte. Und diese junge Frau glaubt an ihre Zukunft und an ihre Möglichkeiten. Sie glaubt fest daran, dass Gott Größeres für sie bereithält, als ihre Vergangenheit. Ein wichtiger Bibelvers für sie steht in Römer 8,28: „Wir wissen aber, dass denen die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ Zuerst hat Linn nicht verstanden, wie Gott solche Umstände in ihrem Leben zulassen konnte, warum er sie mit solchen Herausforderungen konfrontierte. Aber jetzt versteht sie, dass Gott gute Pläne und gute Gedanken für sie hat. Dass all die Herausforderungen sie zu Jesus geführt haben. Denn bei CFA bekam sie nicht nur Essen, ein Zuhause und Liebe, sondern sie hat dort auch Jesus kennengelernt. Und das ist ihrer Meinung das größte Geschenk, das sie bekommen konnte. „Ich hatte nichts, aber ER wurde mein alles. Wenn du Schweres in deinem Leben erlebst oder vor Herausforderungen stehst, die zu groß für dich sind, denk immer daran, dass Gott Gutes daraus machen kann.“ Reynalyn glaubt, dass Gott manche Dinge zulässt, damit wir IHN erkennen können und verstehen, dass ER lebt. Und sie ist überzeugt, dass wir nichts tun können bzw. tun können, was IHN davon abhält, uns zu lieben.

Heute ist Linn 21 Jahre alt und studiert an der Schule ihres Herzens- an der Bibelschule. Sie möchte Pastorin werden. Auch jetzt fordert sie Schüler heraus, zur Schule zu gehen und es ernst zu nehmen, denn es ist ein echtes Privileg. Ab und zu besucht sie noch ihre Eltern, die immer noch im Slum leben. Ihre Probleme haben nicht aufgehört und die Umstände sind immer noch gleich. Aber Linn vertraut auf Gott und darauf, dass seine Gedanken höher sind als unsere, seine Wege besser als unsere, und seine Pläne größere als unsere Pläne.

#Tessy: „Don’t give up, because God didn’t give up on you.”

Tessy’s Kindheit war alles andere als fröhlich. Sie hatte eine zerbrochene Familie. Als sie 7 Jahre alt war starb ihre Mutter an Krebs. Damals, als kleines Mädchen hätte sie die Fürsorge und Liebe ihrer Eltern eigentlich noch gebraucht. Aber das Schlimmste an dieser Geschichte war, dass ihr Vater sie nach dem Tod ihrer Mutter verließ. Tessy war daraufhin total verzweifelt, wusste nicht mehr wie es weitergehen sollte und hatte nur noch den Wunsch, aufzugeben.

Sie war wirklich wütend auf ihren Vater und hat sich selbst gesagt, dass sie ihm nie dafür vergeben werde. Denn er hat sie einfach- ohne irgendeine Erklärung- verlassen. Ihr Onkel, der Bruder ihrer Mutter, wohnte in Cebu. Tessy hat zu dieser Zeit noch auf einer anderen Insel- in Leyte- gelebt. Ihr Onkel ist nach Leyte gekommen, hat sie dort abgeholt und mit nach Cebu genommen. Dort lebte sie dann zusammen mit ihrer jüngeren Schwester bei der Familie ihres Onkels im Slum. Und anfangs konnte sie dort sogar noch zur Schule gehen.

Als sie morgens immer zur Schule gelaufen ist, hat sie andere Kinder gesehen, die von ihren Eltern gebracht wurden und intakte Familien hatten. Tessy hat sich selbst sehr unsicher gefühlt und sich so gewünscht, zu haben, was diese Kinder hatten.

Doch, da man auf den Philippinen Schulgeld bezahlen muss, ist ihrem Onkel mit der Zeit das Geld ausgegangen, weil er selbst noch 3 eigene Kinder hatte. Er konnte das Schulgeld nicht mehr länger bezahlen, sodass Tessy nicht mehr länger zur Schule gehen konnte.

Eines Tages wurde in ihrer Nähe ein Kindergottesdienst veranstaltet, zu dem ihr Onkel sie hinschickte. Sie ist dort dann öfters hingegangen, hat von Jesus gehört und Bibelverse auswendig gelernt. Nach ein paar Wochen kam dort eine Frau auf sie zu und fragte sie, ob sie nicht weiter zur Schule gehen möchte. Und sie haben ja gesagt. Diese Frau kannte Christ for Asia und als dann auch ihr Onkel zustimmte, weil er unbedingt wollte, dass Tessy zur Schule gehen konnte, wurden sie und ihre jüngere Schwester bei CFA aufgenommen. Dort lebt sie nun schon seit 10 Jahren und sie ist Gott so dankbar für seine Güte und Treue in ihrem Leben. Bei CFA wurde sie mit all dem Nötigen versorgt- Kleidung, Essen, Wohnort und sie konnte außerdem in die Schule gehen. Darüber war sie wirklich glücklich.

Sie war eigentlich voll zufrieden mit ihrem Leben bei CFA doch da gab es eine Sache, die ihrer Beziehung zu Gott im Weg stand und der Grund dafür war, dass sie ihrem Vater nicht vergeben konnte und in ihrem Herzen Hass gegenüber ihn hegte, für all die Dinge, die er ihr angetan hatte. Es hat Jahre gedauert bis sie ihm endlich vergeben konnte. Es war ein jahrelanger Prozess, durch den sie gehen musste. Erst als sie in der 10. Klasse war, hat sie ihren Vater wiedergesehen. Und sie durfte erleben, wie gut Gott ist, denn er hat die Wunden, die sie in ihrem Herzen hatte, heil gemacht. Und er hat ihr geholfen, ihrem Vater zu vergeben.

Auch wenn es für sie damals unmöglich war, mit ihrem Leben weiterzumachen- sie durfte erleben, dass mit Gott alle Dinge möglich sind! Er hat gute Pläne für ihr Leben. Seine Pläne sind zu ihrem Glück und nicht zu ihrem Unglück und wollen ihr Zukunft und Hoffnung geben. Früher war sie hoffnungslos, aber jetzt hatte sie in JESUS Hoffnung gefunden. Sie war in Sünden verstrickt, aber Jesus hat sie frei gemacht, weil er sie gerettet hat. Auch wenn sie vielleicht nicht alles hier auf der Welt hat, eine Sache hat sie bis in Ewigkeit, und das ist JESUS. Das ist eine Sicherheit, die ihr die Welt nicht mehr nehmen kann.

Tessy ist heute 21 Jahre alt und studiert Lehramt. Ihr Lieblingsbibelvers steht in Matthäus 19,26: „Bei Gott sind alle Dinge möglich.“

Sie möchte uns herausfordern und ermutigen: „Wenn ihr in eurem Leben ähnlichen Dingen gegenübersteht, wenn jemand in deiner Familie oder deinem Freundeskreis dich verletzt hat – lerne zu vergeben und gib es Gott ab. Wenn du Gott da dran lässt und er da arbeiten darf, dann kann er dir helfen, dieser Person zu vergeben. Wenn du dich danach fühlst, aufzugeben: Gib nicht einfach auf, denn Gott hat dich noch nicht aufgegeben. Wenn du dich ungeliebt fühlst, dann kann Gott dir die Liebe geben, nach der du dich sehnst. Wenn du dich hoffnungslos fühlst, erinnere dich daran, dass Gott dir HOFFNUNG geben kann. Denk daran: Manche Menschen werden dich vielleicht verlassen aber Gott wird dich nie alleine lassen oder im Stich lassen.“

Wenn ich Linn und Tessy heute sehe, oder auch die anderen Jugendlichen von ihrem Team, dann bin ich ziemlich beeindruckt von dem, was Gott in ihrem Leben getan hat. Und auch davon, dass sie selbst was aus ihrem Leben gemacht haben und darauf vertrauen, dass Gott gut ist, und das trotz allem was sie erlebt haben und was sie durchmachen mussten. An ihnen sieht man, dass man alles, was man hier investiert sich sowas von lohnt. Angesichts so vieler Straßenkinder auf den Philippinen und auch weltweit mag einem das vielleicht wie ein Tropfen auf den heißen Stein vorkommen. Aber jeder Tropfen macht einen Unterschied. Für Linn und Tessy hat es damals einen gewaltigen Unterschied gemacht, dass sie jemandem nicht egal waren. Und dieser jemand können du und ich heute sein. Früher war ihr Leben trostlos, hoffnungslos, leer. Und jetzt, sieh dir ihr Leben an! Ein Leben voller Zukunft, voller Hoffnung und voller Möglichkeiten!

H O P E

I’m alone standing in the past. Knowing that my worth is nothing, nothing. Compared to someone’s worth is everything. Is it over? Am I worthy, worthy? This life made me feel undone, dreams shattered everywhere and it’s gone? Will this be over? Will I be able to live and survive where others have their own chances for life? Will this be over? ( Let’s sing)

Ho-ope, ho-ope is here! Ho-ope, ho-ope is here.

Then I found myself someone, looking at me, up there. Worthy, yes I am worthy. Holding on to his promises, he never let me go by his side. Sayin’ he loves me, he loves me.

This life made me feel undone, dreams shattered everywhere and it’s gone? I won’t lose hope, no-o. Will I be able to live and survive where others have their own chances for life? Will this be over? ( Let’s sing)

Ho-ope, ho-ope is here! Ho-ope, ho-ope is here.

He found me, he loves me and he never let me go. Now I am changed and he sets me free. Yes there is hope.

Dieses Video sagt mehr über HOFFNUNG, als tausend Worte es jemals sagen können. Die Jugendlichen, die dieses Lied singen, sind ehemalige Straßenkinder von den Philippinen. Eine von ihnen hat es selbst geschrieben. Sie haben gelernt, was Hoffnung bedeutet, weil ihr Leben früher vom Gegenteil bestimmt wurde: von Hoffnungslosigkeit. Aber weil sie Gott und anderen Menschen nicht egal waren, haben sie Hoffnung gefunden. Hoffnung in Jesus. Hoffnung, weil sie an Gott, an sich selbst und an ihre Zukunft, Möglichkeiten und Träume glauben. Diese Hoffnung gründet sich auf Jesus. Jesus ist Hoffnung. Hoffnung bedeutet Zuversicht haben, bedeutet zu vertrauen, zu leben, Hoffnung bedeutet Leben. Ohne Hoffnung leben ist kein LEBEN! Zuversicht und Vertrauen, Vorwärtsgehen und jedes Mal wieder neu aufzustehen. Hoffnung gibt Freude. Und Freude gibt Hoffnung.

HOFFNUNG bezeichnet nicht eine unbestimmte Erwartung, sondern ein begründetes Vertrauen auf Gottes neue Welt, auf das, was ER für uns bereithält. Diese Hoffnung stützt sich auf die Zusagen Gottes, auf sein Wort, dass wir durch den Glauben an Jesus Christus angenommen werden. Sie umfasst auch die Erwartung auf das ewige Leben, weil Jesus von den Toten auferstanden ist.

Was gibt dir Hoffnung? Ich meine, gibt es dir wirklich HOFFNUNG- oder doch nur einen schnell verbrauchten Lebenssinn, einen Grund zu leben, der nur wenige Minuten existiert..?

Meine Hoffnung gründet sich auf Jesus, wegen IHM kann ich hoffen, wegen IHM kann ich leben. Wegen IHM hat mein Leben einen Grund, wegen IHM gibt es Hoffnung in meinem Leben, wegen IHM habe ich die Hoffnung auf ewiges Leben. Und wegen IHM gibt es Hoffnung in den ausweglosen Situationen meines Lebens. Ohne Hoffnung geht es nicht. Die Hoffnung lebt zuletzt.

Nach Jesus gibt es noch weitere „Dinge“ die mir Hoffnung geben und mich pushen. Diese „Dinge“ sind aber alle wieder auf Jesus zurückzuführen:

#Menschen, die trotz widriger Umstände nicht aufgeben, sondern wieder aufstehen und weitermachen.

Als vor 1 ½ Jahren der Taifun Haiyan über die Philippinen fegte und tausende Menschen das Leben kostete sowie viele, viele Häuser zerstört hat, haben die Filipinos nicht aufgegeben, die Hände in den Schoß gelegt oder den Kopf hängen lassen. Sondern sie haben ihre Häuser wieder aufgebaut, sie haben mit ihrem Leben weitergemacht- trotz dieser Umstände. Das ist, finde ich, wahnsinnig beeindruckend. Es zeigt mir, dass es auch in den Unmöglichkeiten und schlimmsten Umständen meines Lebens noch HOFFNUNG gibt.

#Menschen, die lachen, die ihr Leben lieben& nutzen, die ermutigen und unterstützen geben Hoffnung. In schweren Zeiten Menschen zu haben, die für mich da sind, gibt mir Hoffnung.

Als ich auf den Philippinen zum Beispiel im Slum war, da hab ich Hoffnung gefunden, inmitten von Hoffnungslosigkeit. Weil Jesus da ist und wirkt. ER ist die Hoffnung für die Hoffnungslosen. ER ist Hoffnung. Von ihm kommt Hoffnung. Wenn du hoffnungslos bist- egal in welchem Bereich deines Lebens (Job, Schule, Beziehungen,…) leg‘s vor Jesus hin. Was er für dich bereit hält ist Hoffnung in deiner Hoffnungslosigkeit. Es gibt Hoffnung solange du nicht aufgibst. Unerschütterliche Hoffnung weil du deinen Blick fest auf Jesus gerichtet hältst. Verliere nie die Hoffnung! Gib deine Träume und Hoffnungen niemals auf. Wenn du gerade dabei bist, aufzugeben, schau auf Jesus. Er hat niemals aufgegeben, nicht einmal am Kreuz! ER hält Hoffnung für dich bereit- egal wie ausweglos deine Situation auch aussehen mag!

Gott hat Hoffnung und Zukunft für dich. „Ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe, mein Plan ist euch Heil zu geben und kein Leid, ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“, verspricht er in Jeremia 29,11.

Wenn wir in Jesus Hoffnung gefunden hast, können wir diese Hoffnung auch ausstrahlen, diese Hoffnung weitergeben. Hoffnungslosigkeit spielt eine sehr große Rolle -bei den Straßenkindern auf den Philippinen aber auch bei Menschen hier um uns herum, weil sie einfach keine Perspektive für ihr Leben haben. Bring Hoffnung in ihre Herzen- mit den Mitteln die du hast. Behalte diese Hoffnung nicht für dich!! Denn andere haben sie dringend nötig. Sei ein Licht für andere heraus aus der Hoffnungslosigkeit.

Was kannst du tun, um in deinem Umfeld Hoffnung zu verbreiten??

„There is hope until you give up.“ –Nick Vujicic-