Their stories #part2

Geschichten, die so komplett anders sind als meine und wahrscheinlich auch als deine. Geschichten, die uns einen kleinen Einblick in ihre Herzen gewähren und in Gottes Herz, weil er dadurch zeigt, dass sie ihm nicht egal sind. Geschichten, die düster beginnen, aber nicht so enden. Weil GOTT aus ihren Geschichten Bestseller schreibt. Bestseller voller Zukunft, Hoffnung und Wunder. Bestseller, die diese Welt berühren und die bezeugen, wie groß Gott ist und wie er aus den Bruchstücken unseres Lebens WUNDERBARES machen kann, wenn wir sie ihm ganz überlassen.

#E n n a

Enna ist 21 Jahre alt und studiert Lehramt. Sie wurde in Cebu City geboren aber ihre Familie ist dann umgezogen nach Mindanao, eine Insel im Süden der Philippinen. Als sie 8 Jahre alt war, haben sich ihre Eltern entschieden, zurück nach Cebu zu gehen. Dort hat sie dann zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern in einem Slum gelebt. Ihre Mutter ist Zuhause geblieben, während ihr Vater Trinkwasser verkauft hat. Das war die einzige Möglichkeit für ihre Familie überhaupt etwas Geld zu verdienen. Sie konnten zwar drei Mal am Tag etwas essen, allerdings nicht zu den regulären Essenszeiten. Sie mussten immer warten, bis ihr Vater genug Trinkwasser verkauft hatte, um Essen kaufen zu können. Ihr Haus war aus Karton und Wellblech zusammengenagelt, aber groß genug, dass sie alle darin unterkommen konnten. Mit der Zeit konnten Enna und ihre Geschwister nicht länger zur Schule zu gehen, weil ihre Eltern das Schulgeld nicht mehr bezahlen konnten.

Eine Freundin von Enna lebte in einem Kinderheim und sie entschied sich, auch dort zu leben. Es hat ihr sehr gut gefallen dort und sie hat sich sehr wohlgefühlt, wusste allerdings nicht, was in der Zwischenzeit mit ihrer Familie geschehen ist. Das Kinderheim wurde dann jedoch zugemacht und der Sozialarbeiter hat Enna gefragt, ob sie gern in ein anderes Kinderheim gehen würde.  So kam sie mit 9 Jahren zu Christ for Asia. Dort konnte sie sogar wieder zur Schule gehen und bekam all das, was ihr ihre Familie nicht geben konnte.  Anfangs war Enna dort sehr zurückhaltend und schüchtern, hat dann aber nach und nach gelernt, anderen Personen zu vertrauen und sich auf sie zu verlassen. Ein Sozialarbeiter von CFA fand schließlich sogar heraus, wo ihre Familie lebte, sodass sie diese wiedersehen konnte. Ihre Eltern entschieden sich dann, Enna weiterhin bei CFA leben zu lassen.

„Früher habe ich meinen Vater gehasst, weil er mich körperlich missbraucht hatte. Als kleines Mädchen war es für mich schrecklich, wenn mein Vater meine Geschwister und mich so stark schlug. Ich konnte nicht verstehen, wie ein Vater seine Familie so verletzten konnte, anstatt sie zu lieben. Ich habe viel Angst gehabt.“

Was Enna am meisten hasste, war, wie ihr Vater mit ihrer Mutter umging und sie mit schmutzigen Wörtern beschimpfte. Ihr Herz war voller Hass gegenüber ihm. Aber Enna hat sich entschlossen, ihm zu vergeben. Bei CFA hat sie gelernt, den Hass loszulassen. Denn „da, wo wir jemandem vergeben, werden wir selbst frei von der Bitterkeit in unserem Herzen. Ich habe Jesus als meinen persönlichen Erlöser kennengelernt als ich 14 war. Es war während einem Seminar, in dem es darum ging, Gott zu begegnen. Da habe ich mich dann auf einmal so leicht gefühlt, weil ich alles, was mich niederdrückte, auf Jesus werfen konnte. Ich wusste gar nicht, dass man so frei und fröhlich leben konnte. In Jesus habe ich Leben und Frieden, Hoffnung und Sicherheit entdeckt. Ich habe erlebt, loszulassen und mich ihm ganz anzuvertrauen. Bei CFA habe ich viele Dinge entdeckt und gelernt. Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, stelle ich fest, dass es ganz anders geworden ist, als ich erwartet habe.“

Trotzdem weiß Enna, dass es auch jetzt noch Schwierigkeiten und Herausforderungen im Leben gibt. Aber sie ist sehr dankbar für den großen Segen, den sie durch CFA erleben durfte Bei CFA hat sie neues Leben, neue Hoffnung und neue Freunde gefunden. Auch gegenüber ihren Pateneltern ist sie unglaublich dankbar, weil sie sie unterstützen und ihr dieses Leben ermöglichen.

„Ich möchte dich herausfordern, wenn du dich alleine fühlst, zu Jesus zu kommen. Komm zu IHM und leg ihm deine Not hin. Denn ER wird dich nie verlassen oder im Stich lassen. Und er hat in Jeremia 29,11 versprochen: „Ich weiß genau, welche Pläne ich für dich habe. Mein Plan ist dir Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe dir Zukunft und Hoffnung.“

# C h r i s

Chris hat 4 Brüder und 2 Schwestern. Zusammen mit seinem Vater und seiner Mutter waren sie also 9 in der Familie.

Als Kind lebte er mit seiner Familie in einem Slum in Cebu. Sein Vater hatte keinen festen Job und seine Mutter hat auch nicht gearbeitet, was bedeutete dass sie nur ein sehr geringes Einkommen am Tag hatten, das eigentlich nicht ausreichte um alle zu versorgen und ihre Bedürfnisse zu stillen. Seine Eltern konnten deshalb nur zwei Mal am Tag essen. Manchmal hatte die ganze Familie überhaupt kein Essen, manchmal aßen sie einfach nur Reis mit Salz.

„Meine Eltern haben sich immer übers Geld gestritten. Mein Vater begann Alkohol trinken. Wenn er betrunken war, war er nicht zurechnungsfähig und randalierte. Auch schlug er meine Geschwister und mich und auch meine Mutter, sodass wir alle große Angst vor ihm hatten. Manchmal hat mein Vater mich so stark geschlagen, dass ich fast keine Luft mehr bekam. Ich hatte viele Narben und Wunden, weil mein Vater mich so oft misshandelt hatte. Auch war ich sehr frustriert. Ich habe mich nach der Liebe eines Vaters gesehnt, nach einem Vater, der mich in dieser Situation trotzdem lieben konnte.“

Eines Morgens fragte seine Mutter ihn, ob er nicht an einen Ort gehen wollte, an dem er ein besseres Leben und eine bessere Zukunft hat. Sie konnte es nicht mehr ertragen, ihn so leiden zu sehen. Er hat zugestimmt und seine Mutter hat ihn zu Christ for Asia geschickt.

Als Chris zu CFA kam war er sehr ängstlich. Er hatte Angst, weil er neu war, Angst vor den neuen Gesichtern. Aber er hat dann verstanden, dass hinter diesen neuen Gesichtern Leute steckten, die es gut mit ihm meinten und die ihm beibrachten unabhängig und selbstständig zu leben.

 „Bei CFA konnte ich dann drei Mal am Tag essen und zu geregelten Zeiten schlafen gehen. Ich konnte sogar zur Schule gehen, was Spaß gemacht hat. Endlich konnte ich anfangen, als Kind frei zu leben, ich lernte an mich selbst zu glauben und Selbstbewusstsein aufzubauen. Meine Hauseltern bei CFA haben mich immer wieder angespornt, diszipliniert zu sein und für die Schule zu lernen.

 Stück für Stück vergaß ich den schrecklichen Schmerz der Vergangenheit, den Missbrauch und als Kind keine Rechte gehabt zu haben.“

Bei CFA hat Chris gelernt, auf seine eigenen Sachen aufzupassen, seine Kleidung zu waschen und wie man mit anderen Menschen umgeht. Er hat sich dort sicher gefühlt und konnte seine Identität kennen lernen. Dort hat er beten gelernt. Es gab viele Aktivitäten wie zum Beispiel Gespräche mit den Sozialarbeitern, Jüngerschaft und vieles mehr. Er hat sich nie gelangweilt. Die Highlights waren immer die GoCamps in den Sommerferien, wo viele Leute zusammenkamen, sich mit Gottes Wort beschäftigten und an verschiedene Orte Outreach machten, um Gottes Wort zu predigen. Die Camps haben ihm geholfen, Gott kennen zu lernen.

„Aber es hat immer noch irgendetwas gefehlt. Da war so eine Leere in meinem Herzen, die sich nicht füllen ließ. Manchmal lag ich in meinem Bett und habe versucht herauszufinden, was es ist, aber ich fand es nicht heraus.“

Es gab eine Mitarbeiterin bei CFA, die seine Mentorin war. Sie kam zwar nur selten ins Jungenheim aber jedes Mal wenn sie kam, erzählte sie Geschichten über Jesus. Chris hat ihr seine Geschichte erzählt und er hatte viele viele Fragen. Sie hat ihm dabei geholfen, Dinge zu verstehen, die er alleine nicht verstehen konnte, und hat ihm erklärt, dass Gott ihn liebt trotz allem, was in seinem Leben passiert ist. Und dass Gott ihn schon immer geliebt hat. Die Gespräche mit ihr dauerten immer sehr lange, weil Chris so viele Fragen hatte und es hat ihm geholfen, Antworten zu bekommen, auf die Frage, wer er selbst ist und was der Sinn seines Lebens ist.

„Sie hat mir gesagt: „Gott liebt dich.“ Und ich versuchte zu verstehen, Gott liebt mich? Von Anfang an hab ich nie die Liebe meines Vaters erfahren. Jetzt fragte ich mich selbst: „Wie kann Gott mich lieben wenn nicht mal mein eigener Vater mich lieben konnte?“ Ich habe versucht zu verstehen und nachzudenken und habe sie nochmal gefragt: „Gott liebt mich?“ Und sie hat ja gesagt und dann hat sie mir die Geschichte erzählt, wie Gott sein Leben für uns aus Liebe gegeben hat. Darüber wie sehr Gott uns liebt und sich um uns kümmert. Aber ich konnte es immer noch nicht verstehen. Sie hat mir einen Bibelvers vorgelesen, Johannes 3, 16. Darin geht es um die Liebe, die Jesus für uns hat und wie er uns als Sünder rettet. Ich hab dann verstanden, dass es der Hass gegenüber meinem Vater war, der mich von Gott trennte, mich von ihm fernhielt. Ich erzählte meiner Mentorin, dass Hass der Grund war, warum ich meinem Vater nicht vergeben konnte. Sie sagte mir, dass ich meinem Vater vergeben muss. In diesem Moment fing ich an zu weinen. Sie sagte mir, dass ich das was ich in meiner Vergangenheit erlebt habe, loslassen muss. Sie sagte mir auch, dass ich das nur könnte, wenn ich bereit bin, meinem Vater zu vergeben und Gott in mein Leben aufnehme und ihm die Kontrolle über alles gebe. Für mich war es so schwer, wegen all dem, was er mir und meiner Familie angetan hatte. Aber er war immer noch mein Vater und ich wusste, dass ich ihm vergeben musste. Also fing ich an zu beten. Ich vergab meinem Vater und lud Gott ein, in mein Leben zu kommen. Nach diesem Gebet spürte ich den Heiligen Geist in mir. An diesem Tag war ich so glücklich und überwältigt. Von da an hasste ich meinen Vater nicht mehr. Anstatt ihn zu hassen betete ich für ihn. Dass er Jesus Christus als seinen persönlichen Retter kennen lernt, dass er das Gleiche erlebt, was ich mit Gott erleben durfte. Auch wenn mein Vater meine Familie und mich falsch behandelt hat, habe ich ihm vergeben, denn Vergebung ist der Beginn von Liebe. Wenn du jemandem nicht vergeben kannst, bedeutet das ganz einfach dass du ihn oder sie nicht liebst. Ich möchte dich herausfordern, wenn es da jemanden gibt, den du hasst, vergib der Person. Denn erstens hat Gott uns auch vergeben, zweitens brauchst du Frieden in deinem Herzen und drittens eine Beziehung zu Gott. Er liebt uns immer und er will, dass wir von ganzem Herzen eine Beziehung zu ihm leben. Er wird uns nicht fallen lassen, er will uns näher zu sich ziehen und will dass wir sein Sohn, seine Tochter sind. Die Veränderung fängt in dir an und wird sich auf die ganze Welt ausbreiten. Wenn du denkst, es ist hart, zu vergeben, fang an zu beten und alles andere wird folgen.“

Heute ist Chris 21 Jahre alt und studiert Hotel-und Restaurantmanagement. Er ist glücklich, CFA als zweite Familie zu haben und Gott unglaublich dankbar für das, was ER in seinem Leben getan hat.

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Author: dorina97

Hey:) ich bin Dorina und das ist mein Blog! Viel Spaß beim Lesen ;)

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