Tell me your story

Jetzt ist bin ich schon fast einen Monat hier auf den Philippinen und es wird Zeit euch ein bisschen zu erzählen, wie es mir so geht und was ich bis jetzt so erlebt habe.

Die ersten 3 Wochen waren wir als Team von 11 Deutschen an verschiedenen Orten hier auf den Philippinen unterwegs. Wir hatten Einsätze in Schulen, auf der Straße, in Dörfern, in Gemeinden und auf anderen Inseln.

Wir haben viel erlebt, viel von diesem wunderschönen Land gesehen, durften uns gegenseitig und Gott besser kennen lernen und erfahren, wie ER uns gebraucht.

Hier ein paar Highlights der letzten Wochen:

FEEDINGS

Feedings sind für mich immer etwas ganz Besonderes. Rauszugehen auf die Straße und Kindern, die einfach NICHTS haben nicht nur Essen, sondern auch Liebe zu verteilen. Mit ihnen zu tanzen, zu spielen, zu lachen. Ihnen die größte Hoffnungsbotschaft ever zu bringen. Die Kinder auf der Straße sind so richtig richtig dreckig, sie stinken, sind aufgedreht und laut aber auch so richtig richtig süß und so unfassbar liebebedürftig. Ja, ihr Hunger ist krass aber noch viel viel krasser ist ihr Hunger nach Liebe.

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INSELEINSÄTZE

Ca. in der Mitte der 3 Wochen waren wir dann für 3 Tage auf der Insel Bohol. Da wir 2014 schon mal mit dem Team dort waren hab ich mich sehr auf diesen Einsatz gefreut. Das Coole aber auch Herausfordernde an Inseleinsätzen ist, dass alles nicht mehr so komfortabel ist (schlafen auf Isomatten,etc).

An einem Tag sind wir in ein Dorf gefahren in dem wir 2014 auch schon waren. Damals war das Dorf von einem schweren Erdbeben getroffen worden, viele Häuser waren zerstört worden, Menschen haben Familienmitglieder verloren. Besonders das Schicksal des „Bürgermeisters“ dort hat uns damals besonders berührt: Als das Erdbeben war, war er gerade bei seiner Arbeit. Ein riesiger Stein hat sein Haus einfach überrollt und er hat seine Frau und seine Kinder verloren. Man konnte richtig den Schmerz in seinen Augen sehen und wie schwer es für ihn war, inmitten dieser Umstände noch Hoffnung zu haben. Wir haben damals als Team für ihn gebetet und ihn jetzt wieder getroffen und erfahren, wie seine Geschichte weitergegangen ist: Heute ist er wieder verheiratet mit einer sehr netten, gläubigen Frau und hat eine kleine süße Tochter. Es war so beeindruckend zu sehen, was Gott in seinem Leben getan hatte und wie ER daraus eine Hoffnungsgeschichte geschrieben hat.

An unserem letzten Tag in Bohol hatten wir einen OFF-DAY und durften als Team schöne und erholsame Stunden an einem traumhaften Strand verbringen.

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Danach waren wir für 2 Tage auf Caubian, einer Insel die etwa so groß ist wie der Freudenstädter Marktplatz. Die meisten Männer dort sind Fischer und es gibt unzählige süße und neugierige Kinder. Nachmittags hatten wir dann einen Outreach, das heißt wir haben Actionsongs mit den Kids getanzt, unsere Tänze und unser Drama vorgeführt, kurze Geschichten aus unserem eigenen Leben erzählt, gepredigt und danach einfach mit den Leuten geredet und mit den Kids gespielt.

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GENERAL FELLOWSHIP

Das General Fellowship findet einmal pro Monat hier bei CFA statt. An einem Samstagnachmittag werden alle Kinder von den Feedings hier her aufs Gelände geholt. Im Voraus wird viel Gemüse geschnippelt, Reis gekocht und das Gelände wird schön hergerichtet.

Als Team haben wir mit den Kindern wieder unser Programm gemacht, Zeugnisse und eine Geschichte aus der Bibel erzählt. Dann haben die Kinder Essen bekommen, wir haben mit ihnen gespielt, geredet und einfach Zeit verbracht. Ein Tag auf den sich die Straßenkinder schon Tage vorher freuen. Ein Tag, an dem sie einfach mal rauskommen, einfach mal Kind sein dürfen, einfach mal Freude und Liebe erleben.

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TELL ME YOUR STORY

Unser Motto für die 3 Wochen war: „Tell me your story“. Wir wollten von Gottes Liebe erzählen und von der Hoffnung die ER für die Menschen hat, aber auch ganz bewusst zuhören, ihre Geschichten hören. Und überall wo wir hinkamen haben wir viele Geschichten gehört. Geschichten von Armut, Trauer und Leid, von Angst und Sorgen aber auch davon, wie Menschen Gott erlebt haben und wie ER aus zerbrochenen Herzen Geschichte schreiben kann.

Die letzten Tage habe ich viel Zeit mit den Kindern im Heim verbracht, ich war auf dem Feeding und im Jugendgefängnis dabei und durfte Zeit mit Freunden hier verbringen.

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Ab September beginnt dann auch bei mir der Alltag und ich freue mich darauf, bald wieder einen geregelten Tagesablauf zu haben. Ich werde dann 1 Tag in der Woche beim Feeding dabei sein und 4 Tage in der Woche im Kinderheim arbeiten: die Kinder wecken, sie zur Schule bringen, nach der Schule mit ihnen spielen oder bei den Hausaufgaben helfen, und einfach ZEIT mit ihnen verbringen.

Immer wieder merke ich wie viel ich eigentlich habe und was für ein Privileg das eigentlich ist. Wenn ich durch die Stadt fahre und Menschen sehe, die auf Pappkartons unter einer Brücke schlafen oder die Kids beim Feeding treffe wird mir bewusst, dass es tatsächlich Menschen gibt die einfach NICHTS haben. Und trotzdem strahlen viele inmitten dieser Umstände eine unglaubliche Freude aus. Definitiv etwas, das wir von ihnen lernen können…


GEBETSANLIEGEN

–        Einheit mit den anderen FSJ-lern, die morgen kommen

–        dass ich mich hier noch besser einlebe, in meine Aufgaben hineinwachse und wirklich von Gott gebraucht werde

–        dass ich gute Beziehungen zu den Kids aufbauen kann

–        dass ich im Glauben wachsen kann und Gott besser kennenlerne

–        dass Gottes Liebe die Motivation ist für alles was ich tu


Es ist so wichtig zu wissen, dass Menschen hinter einem stehen. Weg von ZUHAUSE zu sein, von allem Bekannten& Gewohnten, von Familie& Freunden ist um einiges schwerer als erwartet. Mir wird erst hier wirklich bewusst, was für ein wahnsinniges Privileg es ist, ein ZUHAUSE, eine Familie und Freunde zu haben. DANKE dafür und danke an alle die für mich beten& mich ermutigen. Das ist so wertvoll!

Liebe Grüße

Dorina

 

 

 

 

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Author: dorina97

Hey:) ich bin Dorina und das ist mein Blog! Viel Spaß beim Lesen ;)

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