All I need

“You can never learn that Christ is all you need,

until Christ is all you have.”  

-Corrie Ten Boom-
This is truth for our darkest days, our hardest moments, for the most painful times of our lives. Only when we’ve got nothing left, we really understand that Christ is all we need now and all we actually ever needed.

“All I need is You, by my side, thick and thin,

highs and lows,  don’t let go.” -Lecrae-

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Ein neues Jahr

Ein neues Jahr ist eine neue Chance. Nicht seitenlange gute Vorsätze aufzuschreiben, die du sowieso nicht halten wirst.

Aber es ist eine neue Chance sich zu verändern, zu wachsen, Gott besser kennenzulernen, Gott auf eine Weise zu erleben, wie du ihn noch nie zuvor erlebt hast. Wie wäre es damit: Anstatt eine ewig lange Liste mit guten Vorsätzen zu machen, die spätestens Ende Januar ganz tief in deiner Schreibtischschublade verschwunden ist, denke darüber nach, was du tun kannst, um näher an Gottes Herz zu kommen. Sinne darüber nach, wie du dieses Jahr deinen Lebenszielen ein Stückchen näher kommen kannst.

  • Was kann ich tun, um in diesem Jahr in meiner Beziehung zu Gott zu wachsen?
  • Wie kann ich Gott mehr lieben?
  • Wie kann ich Ihn besser kennenlernen?

Dieses neue Jahr ist eine neue Chance. Auch um dich selbst besser kennenzulernen und herauszufinden, wer du in Jesus bist. Lass dir von Gott deine Identität in Ihm zeigen und wie Er dich sieht. Dein Vertrauen in das, was du in Christus bist, ist das, wovor der Feind am meisten Angst hat. Wenn du deine Identität in Jesus kennst, muss Satan vor Angst zittern. Denn wenn du weißt, wer du bist kannst du kraftvoll sein in dem, was du tust um Gott zu dienen.

  • Was sagt die Bibel über meine Identität in Jesus?
  • Verstehe ich, was es wirklich bedeutet von Gott GELIEBT zu werden?
  • Lebe ich in der Autorität, die Jesus mir als Kind Gottes gegeben hat?

Neues Jahr, neue Chance. Um aus deiner Komfortzone herauszutreten. Auf dem Wasser zu laufen und das zu tun, wozu Gott dich berufen hat. Rauszugehen und die zu erreichen, die Gottes Liebe nicht kennen. Auf Gott hören und seiner Stimme folgen- egal was es kostet.

  • Wie kann ich in das hineinwachsen, wofür Gott mich bestimmt hat?
  • Was ist Gottes Herzschlag?
  • Was bricht Gottes Herz und was kann ich darin tun?
  • Wie kann ich meine Zeit, meine Gaben, mein Potential und meine Leidenschaft für Gottes Reich nutzen?

Ein neues Jahr, deine neue Chance. Was machst du daraus?

If you want love

“If you want love you gon’ have to go through the pain.”, singt NF in seinem Song „If you want love“.  Wenn du Liebe willst wirst du durch Schmerz gehen müssen.

 „Wahre Liebe beginnt da, wo sie uns etwas kostet.“, sagte schon Mutter Theresa.

Egal in welcher Form der Beziehung, Liebe bezahlt immer einen Preis. Warum tut es weh, Menschen zu vermissen? Weil wir sie lieben. Warum weinen wir wenn wir einen Menschen verlieren? Weil wir ihn lieben! Warum tut es weh, wenn Menschen uns verletzten? Weil wir sie lieben!

„Don’t love if you don’t wanna get hurt. “ Wir müssen uns entscheiden, ob wir wirklich lieben wollen. Liebe ist immer auch mit Schmerz verbunden. Wenn du dich entscheidest zu lieben, entscheidest du dich automatisch auch dazu, dich verletzlich zu machen. Die Menschen, die du am meisten liebst können dich auch am meisten verletzen. Die Menschen, die dir am meisten bedeuten, können dein Herz am meisten zerreißen.

Als ich sieben Monate auf den Philippinen verbracht habe, war es meine Aufgabe, ehemalige Straßenkinder zu lieben, wobei ich zum ersten Mal so richtig realisiert habe, wie wahr diese Aussage ist:

IF YOU WANT LOVE YOU GON‘ HAVE TO GO THROUGH THE PAIN.

Da einige Kinder erst neu ins Kinderheim gekommen waren, spiegelte ihr Verhalten noch stark die Straße wider auf der sie aufgewachsen waren. Sie hatten noch nicht gelernt Respekt zu haben und sich an die Regeln zu halten. Sie haben mich teilweise gezwickt oder nachgeäfft, manchmal ignoriert, angeschrien oder mich mit ihren Blicken getötet. Und trotzdem habe ich diese Kinder GELIEBT. Nicht für das, was sie tun sondern für das, wer sie sind:  unfassbar wertvolle Meisterwerke Gottes.

Heute kann ich sehen, dass diese Liebe, die durchgehalten und sie nicht aufgegeben hat, diese Liebe, die nicht aus mir selbst heraus kam, sondern die ihren Ursprung allein in Gottes Herzen hat, diese Kinder völlig verändert hat. Und ich kann sagen, dass es sich gelohnt hat zu lieben und dass es den Preis wert war, den es mich gekostet hat.

Nicht einmal die Beziehung zu Gott ist von diesem Preis ausgenommen. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr es mir manchmal weh tut, Gott zu lieben. Gott zu lieben, auch wenn er schweigt. Gott zu lieben, wenn er weit entfernt zu sein scheint. Gott zu lieben, auch wenn ich ihn nicht verstehe. Gott zu lieben, wenn mich das was er tut oder zulässt verletzt. Gott zu lieben, auch wenn ich nicht sehen kann, was er gerade tut. Gott zu lieben, wenn ich seinen perfekten Plan gerade absolut nicht erkennen kann.

Im Gegenzug kann es nicht nur wehtun, Gott zu lieben sondern auch von Gott geliebt zu werden. Ja, von Gott geliebt zu werden wird uns nicht nur glücklich machen, wird nicht nur unsere Wunden heilen, wird uns nicht nur einen unfassbaren Wert und Sinn im Leben geben, sondern es wird uns auch weh tun. Wie kann das sein? Die Bibel sagt, dass Gott seine Kinder erzieht: „Denn der HERR weist die zurecht, die er liebt.“ –Hebräer 12:6
Gott hat uns berufen, JESUS ähnlicher zu werden, IHM eines Tages gleich zu sein, was bedeuten soll, dass wir IHN eines Tages so widerspiegeln werden, wie ER wirklich ist (Römer 8:28+29). Wir sind wie Silber, das Gott im Feuer läutert. Silber wird so lange geläutert, bis es ganz rein ist und klar reflektiert. Genauso wird Gott nicht aufhören, das Feuer einzuheizen bis er nicht das perfekte Spiegelbild Jesu in uns sieht.

Und deshalb tut es weh, Jesus nachzufolgen. Und deshalb tut es weh, von Gott geliebt zu werden.

LIEBE ist nur echt, wenn sie dich etwas kostet. Nur wenn es nicht einfach ist, aber du trotzdem weiter liebst, beweist sich die Echtheit und Hingabe deiner Liebe. Echte Liebe geht über den Schmerz hinaus und schaut auf den Sieg, der noch kommt. Und dafür ist sie bereit, alles zu ertragen und durchs Feuer zu gehen.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sehr es Jesus wehgetan hat, uns zu lieben. Was hat ihn diese Liebe gekostet? ER hat mit seinem eigenen Leben dafür bezahlt.

Aber diese Liebe ist es wert. Auch wenn sie wehtut.

Liebe die sich verschenkt

„Was Liebe ist, haben wir an dem erkannt, was Jesus getan hat: Er hat sein Leben für uns hergegeben. Daher müssen auch wir bereit sein, unser Leben für unsere Geschwister herzugeben. Angenommen, jemand, der alles besitzt, was er zum Leben braucht, sieht seinen Bruder oder seine Schwester Not leiden. Wenn er sich ihnen nun verschließt und kein Erbarmen mit ihnen hat – wie kann da Gottes Liebe in ihm bleiben? Meine Kinder, unsere Liebe darf sich nicht in Worten und schönen Reden erschöpfen; sie muss sich durch unser Tun als echt und wahr erweisen.“ -1.Johannes 3:16-18-

Die Bibel sagt es ja eigentlich ziemlich klar. Sie bringt es gut auf den Punkt, was Gott unter Liebe versteht. Worauf warten wir also noch? Warum überlegen wir noch? Warum sitzen wir immernoch tatenlos in unseren bequemen Stühlen herum? Lieben wir Jesus? Ja. Behaupten wir zumindest. Besitzen wir mehr als wir zum Leben brauchen? Ich kann gar nicht zählen was ich alles besitze. Sehen wir Menschen in Not? Überall- wenn wir unsere Augen aufmachen.

Also lassen wir die Liebe in unseren Herzen zu Taten werden, die die Welt verändern. Lassen wir Liebe nicht nur Worte sein, sondern lassen wir sie leben indem wir geben, unsere Zeit einfach mal an andere verschenken, das teilen, was wir haben. Lassen wir unsere Liebe echt sein, indem wir unsere Augen nicht verschließen, wenn wir Not sehen. Verleihen wir unserer Liebe zu Jesus Ausdruck indem wir auf ein Stückchen Bequemlichkeit verzichten um uns an andere zu verschenken.

 

Lecrae

Lecrae ist ein US-amerikanischer Gospel Rapper. Seine Geschichte ist beeindruckend. Er hat so ziemlich alles durchgemacht, was ein Mensch je durchmachen kann. Er hatte mehr zu kämpfen als sich viele je vorstellen können. Und trotzdem hat er Jesus gefunden. Oder eher: Jesus hat ihn gefunden. Hier ist seine Geschichte.

Es ist eine Geschichte für die, die zu kämpfen haben. Die mit Vaterlosigkeit, Zerbrochenheit, Abhängigkeiten oder Schmerz konfrontiert sind. Für die, die dem Leben gegenüberstehen. Eine Geschichte, die erzählt wie Schönheit aus Asche entsteht.

 “Der Geist Gottes, des HERRN, ruht auf mir, denn der HERR hat mich gesalbt, um den Armen eine gute Botschaft zu verkünden. ER hat mich gesandt, um die zu heilen, die ein gebrochenes Herz haben und zu verkündigen, dass die Gefangenen freigelassen und die Gefesselten befreit werden.

ER hat mich gesandt, um es den Trauernden zu ermöglichen, dass ihnen ein Kopfschmuck anstelle von Asche, Freudenöl anstelle von Trauerkleidern, und Lobgesang anstelle eines betrübten Geistes gegeben werde.“ –Jesus- (Jesaja 61:1-3)

Tatsache ist: JESUS kam für die Verlorenen, die Zerbrochenen, die Gefangenen, die Sklaven, für die, die nicht alles auf die Reihe bekommen. Für Menschen wie du und ich. Für Menschen wie Lecrae.

START INS LEBEN

Als Lecrae zur Welt kam, war seine Mutter gerade mal 23 Jahre alt und hatte sich schon von seinem Vater getrennt. Sein Vater war alkohol-und drogenabhängig und wurde immer schnell aggressiv.

Lecrae wuchs also ohne Vater auf. Seine Mutter zog oft mit ihm um, er lebte in verschiedenen Städten und fühlte sich nirgends Zuhause, gewollt, angenommen oder akzeptiert. Er kämpfte mit seinem Selbstwert und seiner Identität. Schon als Kind war er überzeugt, dass seine Probleme und sein Schmerz nicht zählten, dass es niemanden interessierte.

Aufgrund der Leere in seinem Herzen, benahm sich Lecrae oft „daneben“. Durch die Abwesenheit seines Vaters war ein Loch in seinem Leben und in seinem Herzen. “Jedes Kind will und braucht einen Vater, und meiner wollte nichts mit mir zu tun haben.”

Weil seinem Vater Drogen wichtiger waren als sein eigener Sohn, kämpfte Lecrae ständig mit seinem Selbstwert und versuchte Anerkennung bei anderen zu finden. Lecrae sehnte sich nach Vorbildern, die ihn verstanden und immer bei ihm blieben. Vorbilder, die seine Sprache sprachen und ihm die Wahrheit über das Leben erzählten. Genau an diesem Punkt begann Hiphop die Leere zu füllen, die sein Vater hinterlassen hatte. Für Lecrae wurde Musik sein Alles. Es war sozusagen seine Rettung. Doch manche Probleme im Leben sitzen zu tief, als dass Musik sie überwinden könnte.

ZUHAUSE

Als der Freund seiner Mutter eines Tages Lecrae’s Nase blutig schlug und auch andere Familienglieder ihn immer wieder verprügelten, wenn er etwas falsch gemacht hatte, fing Lecrae an, oft von Zuhause wegzurennen.Aber wohin rennst du, wenn du keinen Ort hast, an den du gehen kannst? Zuhause ist der Ort, wo Kinder hingehen können wenn sie verletzt sind, Angst haben oder verwirrt sind. Aber ich hatte nirgends.“

Zu dieser Zeit wollte Lecrae auch von Gott nichts wissen. In einer Welt wie seiner- voller Traumatas und Zerbrochenheit- war Gott irrelevant. Lecrae glaubte nicht, dass Gott existierte, geschweige denn sich für Leute wie ihn interessierte.

„Ich wünschte ich hätte gewusst, dass ich immer noch wertvoll und liebenswürdig war. Ich wünschte ich hätte gewusst, dass meine Würde nicht von meinen Umständen bestimmt wurde, sondern noch vor meiner Geburt in mich hineingebrannt war. Das was mir passierte verletzte meine Würde, aber es konnte sie mir nicht nehmen.“

AUßENSEITER

Lecrae’s künstlerische Seite und sein Talent fürs Rappen wurde schon entdeckt als er noch in die Grundschule ging. Da er aber immer dazugehören wollte, gab er seine künstlerischen Begabungen irgendwann auf. Zu dieser Zeit ging er noch auf eine Highschool, auf der er in seinen künstlerischen Talenten gefördert wurde, aber weil er sich dort nicht wohlfühlte und lieber mit seinen Freunden zusammen auf eine normale Schule gehen wollte, überredete Lecrae seine Mutter, ihn auf eine andere Schule zu schicken. Von da an vebrachte Lecrae viel Zeit mit seinen Kumpels auf der Straße, sie randalierten oder trieben schlimmere Dinge. Zu diesem Zeitpunkt hatte Lecrae keine Ahnung, wer er war. Das Einzige was er wusste war, dass er nirgends reinpasste, nirgends dazugehörte.

Als er schließlich mit seiner Mutter nach Dallas zog, hatte er plötzlich keine dunkelhäutigen Menschen mehr um sich herum. Seine Einsamkeit, Depression und Verzweiflung wurden schlimmer. Seine Bemühungen, seinen Platz zu finden führten dazu, dass er sich nur noch mehr alleine fühlte.

Um seine Einsamkeit zu vertreiben, fing Lecrae an, mehr Weed zu rauchen und mehr Alkohol zu trinken. Er traf sich mit vielen Mädels und versuchte Erfüllung in Beziehungen und Sex zu finden.

HEUTE SCHWACH SEIN

Lecrae fing an, in verschiedenen Religionen Antworten zu suchen. Zuerst schien der Islam für ihn Sinn zu ergeben. Aber nach einem Monat gab er es auf, weil sein Stand vor Gott von seinen eigenen Bemühungen abhing und er sich sicher war, dass er da  nicht mithalten konnte.

Lecrae wurde immer verzweifelter. Eines Tages kletterte er auf das Dach seines Hauses und wollte sich mit einer Glasscherbe die Pulsadern aufritzen, um sich selbst umzubringen. „Ich dachte, wenn das schwach ist, dann werde ich heute schwach sein. Ich habe Löcher in Türen geschlagen, ich habe Menschen ins Gesicht geschlagen. Was kann ich sonst noch tun, um meine Frustration loszuwerden? Es fühlte sich so an, als ob jeder Atemzug den ich nahm verschwendet war und ich wollte keinen weiteren mehr tun.“

Aber als er die Glasscherbe an seinen Arm presste, hielt ihn etwas zurück- Hoffnung. Sie war ganz schwach, aber sie war da. Lecrae hatte Hoffnung, dass irgendjemand ihn eines Tages von all dem retten würde.

Als Lecrae auf dem Dach war, rief seine Mutter die Polizei, die ihn schließlich davon überzeugen konnte, herunterzukommen. Nachdem die Polizei wieder gegangen war, sagte seine Mutter zu ihm: „Nichts was ich tue funktioniert. Nichts hilft dir. Jetzt kann dir nur noch Gott helfen.“ Und sie gab ihm eine Bibel in die Hand. Aber Lecrae riss die Seiten aus der Bibel heraus. Er versuchte, das Einzige zu zerstören, das ihn hätte retten können.

WOHIN GEHST DU?

Eines Tages, als Lecrae 16 Jahre alt war, kam er wieder einmal betrunken nach Hause, als er auf seinen Stiefvater traf. Mitten in der Nacht redete sein Stiefvater mit ihm und sagte ihm sehr deutlich, dass aus ihm und seinem Leben nie etwas werden würde, wenn er so weiterleben würde. Das gab Lecrae zu denken und von diesem Tag an, fing er an sein Leben zu ändern: Er meldete sich fürs College an.

An einem Wochenende fuhr Lecrae auf eine christliche Konferenz mit einigen Kommilitonen. Dort erlebte er die Liebe, die Gott für ihn hatte und vertraute sein Leben Jesus an. „Ich musste nicht mehr versuchen das Loch zu füllen, das mein Vater hinterlassen hatte. Ich hatte nun einen himmlischen Vater.Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich so etwas wie eine  Bestimmung und Identität.“

ALTE GEFANGENSCHAFT

Jedoch lief nicht alles glatt, nachdem er sein Leben Jesus übergeben hatte. “Alte Gewohnheiten sterben nur schwer und wenn du nicht aufpasst, kann die Person, die du vorher warst die Person überwinden, die du versuchst zu werden.”

“Eine Person kann in einem Augenblick aus der Gefangenschaft befreit werden, aber es dauert ein Leben lang um die Gefangenschaft von der Person zu befreien.”

Lecrae versuchte sich Gerechtigkeit zu verdienen. Er fühlte sich gut, wenn er viele christliche Dinge tat und er fühlte sich schlecht wenn er beispielsweise morgens keine „Stille Zeit“ gemacht hatte. Er ging auf keine Party mehr und brach allen Kontakt zu nichtchristlichen Freunden ab. Für mehrere Monate befand er sich auf einem geistlichen Hoch. Doch dann, eines Tages, ging Lecrae wieder auf eine Party. Von da an begann er ein Doppelleben zu führen. Je mehr er Party machte, desto mehr rannte er von Gott weg und desto leerer fühlte sich sein Leben an.

Schließlich brach er das College ab und geriet in mehr Probleme und Schwierigkeiten als je zuvor. Jedoch versuchte Gott seine Aufmerksamkeit zu bekommen. „Ich machte viele Fehler aber ich war nicht alleine. Gott hatte meine Fehler gesehen aber er hatte mich nicht darin sitzen oder alleine gelassen. Und trotzdem war ich nicht bereit mich ihm hinzugeben. Loszulassen. Die Kontrolle abzugeben. Ich wollte immer noch meinen eigenen Weg gehen. Ich wollte Gott in meinem Leben, aber nur im Hintergrund. Ich gab die Hauptrolle nicht ab. Irgendwie ignorierte ich die Tatsache dass, wann immer ich die Führung übernahm ich alles vermasselte.” Lecrae hatte keine Ahnung, wie sehr er bald alles vermasseln würde, indem er den größten Fehler seines Lebens machte.

REHAB

Lecrae bekam die schockierende Nachricht: Seine Freundin war schwanger. Als er das hörte, versuchte er sofort sie zu überzeugen, das Baby abzutreiben was sie dann schließlich auch tat, obwohl sie es eigentlich nicht wollte. Für Lecrae war das die einzige “Lösung” für das “Problem”. Kurze Zeit später machte Lecrae dann Schluss mit ihr.

Danach versuchte Lecrae sich selbst umzubringen, indem er Pillen schluckte- aber erfolgslos. Er wachte wieder auf. Und wurde in ein Rehabilitationszentrum gebracht.

Im Rehabilitationszentreum fing Lecrae an die Bibel zu lesen und konnte nicht mehr damit aufhören. Endlich verstand er worum es wirklich ging. Er verstand wer Gott eigentlich ist. Und sein Leben begann sich zu ändern.

“Hinfallen ist nicht das Ende- solange du wieder aufstehst und weitermachst.”

Lecrae realisierte, dass Christsein nicht bedeutete, dass das Leben einfach ist: „In Wirklichkeit erlebst du mehr Versuchungen, nachdem du Christ geworden bist, nicht weniger. Jesus nachzufolgen bedeutet nicht, dass du über Nacht anfängst perfekt zu leben. Es bedeutet sicher nicht, dass sich deine Probleme in Luft auflösen. Anstatt dich von deinen Problemen oder Versuchungen zu befreien, bedeutet Jesus nachzufolgen einfach, dass du einen Ort hast- nein, eine Person- zu der du rennen kannst, wenn die Probleme oder Versuchungen kommen. Und dass du die Kraft hast, sie zu überwinden.“

UNASHAMED

“Denn ich schäme mich nicht für die gute Botschaft von Christus. Diese Botschaft ist die Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt.“ –Römer 1:16-

Lecrae lernte, sich nicht zu schämen. Sich nicht zu schämen dafür, dass er zerbrochen, bedürftig und hilflos war, dafür, dass er öfter hinfiel als Schritte nach vorne zu gehen. Und er lernte zuzugeben, dass er nicht mutig genug, hart genug und nicht stark genug war.

„Ich kann mich nicht selbst durch meine eigene Kraft retten. Oder durch härtere Arbeit oder indem ich mich selbst auf die Füße ziehe. Es gibt keine Frau, die mich retten kann. Keine Droge, die mich retten kann. Kein Programm und keine Klinik, die mich retten kann. Ich dachte nun nicht länger, dass ich Christ war, weil ich alles auf der Reihe hatte; ich wusste jetzt dass ich Christ war weil ich schwach bin und einen Retter brauche. Es gibt keine andere Kraft, die mich retten kann, als die Kraft Gottes.“

∼Zitate und Quelle: Lecrae’s Biografie “Unashamed”∼

 

 

An jedem einzelnen Tag

mont terasas

An jedem einzelnen Tag, will ich bewusster leben, weil ich weiß, dass jeder Tag ein Wunder und ein unglaubliches Geschenk ist. Ich will weniger kritisch mit mir selbst und anderen sein, will meinen Schmerz zulassen und reflektieren, aber mich nicht darin verlieren, sondern auch immer wieder aufschauen und die Freude und Hoffnung sehen, die auf mich wartet. Ich will mehr träumen und weniger zweifeln, mehr wagen und weniger zagen, will ins kalte Wasser springen, auch wenn ich nicht weiß was mich erwartet und mir selbst erlauben auch mal Fehler zu machen.

Ich will in Menschen investieren und Beziehungen leben, will Fragen stellen, die mich und andere weiterbringen. Ich will Geschichten schreiben, die es wert sind erzählt zu werden. Ich will die Menschen um mich herum mehr wahrnehmen und mit offenen Augen durchs Leben gehen, will über den Tellerrand hinaussehen und Gott erlauben meine Welt zu crashen, auch wenn das jedes Mal unfassbar weh tut. Ich will mir selbst erlauben tiefer zu fühlen, weiter zu sehen, lebendig zu sein.

Ich will mehr aus Liebe tun und mich nicht in Zweifeln verlieren, will nicht verbittert sein, sondern in Freiheit leben. Ich will Dinge tun, die ich noch nie getan habe, und Geschichten erzählen, die ich noch nie erzählt habe. Ich will mir selbst erlauben mehr zu träumen, mehr zu lieben auch wenn das bedeutet verletzt zu werden, mehr zu lachen und auch mehr zu weinen, öfter ja zu sagen zu Gottes Träumen und Nein zu Satans Lügen. Ich will nicht mein Dasein fristen und die Zeit verstreichen lassen, sondern ich will heute leben und die Welt verändern.

Ich will durchs Leben tanzen, will Neues wagen, den Moment genießen und auch in harten Zeiten niemals aufgeben. Ich will immer und immer wieder aufstehen und weitergehen.

Ich will wegzoomen und die Welt in den Blick nehmen, aus Gottes Perspektive sehen und auf die Ewigkeit schauen. Ich will immer wieder mein Herz Gott hinhalten, es von IHM formen und verändern, heilen und mit Leben füllen lassen.

Ich will mehr vertrauen und mehr wagen, will mutiger sein und weniger zögern. Ich will mein Herz offen halten, damit Gott mir so begegnen kann, wie ER es will. Heute und an jedem einzelnen Tag.

Take your place

“Freely we’ve received, now freely we will give.
We must go, live to feed the hungry, stand beside the broken.
We must go, stepping forward, keep us from just singing, move us into action. We must go.                                                Fill us out and send us out. ”  
                                                   -God of justice. Tim Hughes-
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Ich laufe durch die Straßen und sehe Menschen die wirklich dort leben. Ich spiele mit Kindern und sehe die tiefen Verletzungen in ihren Herzen. Ich höre Geschichten, die ich mir nicht ausmalen will. Ich sehe Menschen- egal wo- die auf der Suche sind. Auf der Suche nach dem Gott, der in mir und in dir lebt.
Es muss noch so viel mehr getan werden. Millionen Kids brauchen noch so viel mehr Annahme, Liebe, Wertschätzung und Fürsorge. Und da draußen warten noch so viel mehr Menschen auf Hoffnung, auf Liebe und Licht.

Es braucht noch so viel mehr Menschen, die ihren Platz einnehmen und den Auftrag ausführen, den Gott ihnen gegeben hat. Egal was es ist, ob deine Zeit, dein Geld, deine Energie, deine Gaben, deine Fähigkeiten, dein Gebet, deine Ermutigung, deine Stimme- DEIN Beitrag zählt! DU wirst gebraucht!

Mach die Augen auf und schau, wo Gott dich gebrauchen will, genau an dem Ort, wo du gerade bist. In deinem Umfeld gibt es Menschen die dich brauchen und denen Gott durch dich begegnen will.

Es ist so wichtig, dass gerade in krassen Zeiten wie diesen jeder Christ seinen Platz einnimmt. Wenn jeder Einzelne von uns seinen Platz einnimmt tragen wir zu etwas unvorstellbar Großem bei und sind Teil von Gottes unfassbarem Plan. So bauen wir-wo auch immer wir gerade sind- gemeinsam das Reich Gottes. Gottes Reich hängt davon ab, dass jeder Einzelne seinen Platz einnimmt und voll ausfüllt, sich nicht von Zweifeln abbringen oder  von Angst bestimmen lässt, sondern von Liebe, dass jeder kühn den Auftrag ausführt, den Gott ihn gegeben hat, dass wir Visionen haben und darin mutig sind, dass wir Träumen Platz in unseren Herzen geben und uns selbst erlauben zu fliegen.

Gottes Reich hängt davon ab, dass jedes einzenle seiner Kinder seinen Platz einnimmt- genau an dem Ort, an den Gott uns gerade hingestellt hat.

Warte nicht länger darauf, dass du einen ganz speziellen Auftrag von Gott bekommst. Du hast schon längst einen Auftrag (Matthäus 28:19-20)!  Frage dich: Was kann ich HEUTE tun?

Nimmst du deinen Platz ein- da wo du gerade bist?

Eins ist klar: Es gibt noch so viel mehr zu tun. Was will Gott durch dich tun?