Balik na ko!

Seit fast 4 Wochen bin ich nun wieder zurück in Deutschland und ich bin immer noch am Ankommen, Reflektieren, Verarbeiten. Ich suche nach Antworten auf Fragen, die ich oder andere mir gestellt haben. Ich lasse vergangene Ereignisse Revue passieren. Ich denke viel nach, um das meistmögliche aus meiner Zeit auf den Philippien mitzuehmen, festzustellen, wo ich gewachsen bin oder wo ich mich verändert habe.

7 Monate habe ich in dem Land verbracht, das schon lange zuvor mein Herz gestohlen hat. 7 Monate in einem Land voller Schönheit und Armut. 7 Monate in Cebu City- einer Stadt, in der es voll, laut und heiß ist. Einer Stadt, in der du überall wo du hinsiehst mit Armut konfrontiert wirst. Dinge, die du niemals sehen wolltest und Geschichten, die du niemals hören wolltest. Mit all dem klarzukommen hat mich immer und immer wieder herausgefordert. Es gab Momente, in denen ich einfach nichts tun konnte, Situationen, in denen ich nicht helfen konnte, verzweifelt war oder mich sogar ohnmächtig gefühlt habe.

7 Monate lang durfte ich in Straßenkinder investieren. Kinder voller Hoffnungen und Träume, voller Verletzungen und Wunden, voller Potential und Wunder.

7 Monate lang war ich ihre Betreuerin, Animateurin, Mama, Schwester, Freundin, Zuhörerin. Ich habe versucht sie zu lieben trotz ihrer Frechheit, Fehler, Ungezogenheit, Streitereien und Wutausbrüche. Ich war da, wenn sie Hilfe bei den Hausaufgaben gebraucht haben, wenn sie ein Problem hatten, krank waren oder ein offenes Ohr gesucht haben. Ich habe mit ihnen geweint und gelacht, mit ihnen gemalt und gebastelt, habe bei ihnen übernachtet, und stundenlang mit ihnen gespielt und geredet.

Alles, was ich getan habe war Beziehungsarbeit. Ob zu den Kids im Heim, zu den Mädels im Jugendgefängnis oder zu den Kids auf dem Feeding: Jeden Tag ging es darum, Beziehung zu leben, die Kids zu lieben, egal ob sie gerade gut oder schlecht drauf sind,  egal ob sie gerade brav sind oder eben nicht, egal ob sie dich gerade lieben oder nicht.

Ich dachte eigentlich, ich hätte viel in diese Kids investiert, ihnen viel geholfen etc. Aber eigentlich haben SIE MIR so unfassbar viel beigebracht, ich habe von IHNEN gelernt, ICH habe von IHNEN profitiert. Nicht ich habe ihr Leben verändert, sondern SIE haben MEIN Leben verändert!

Dieser eine Bibelvers ist so treffend sowohl für unsere Kids im Heim, unsere Feeding-Kids als auch für Freunde, die ich außerhalb getroffen habe:

„Poor, yet making many rich; having nothing, and yet possessing everything.“ -2.Corinthians 6:10-

Diese 7 Monate haben mein Leben extrem bereichert. Ja, diese Kids haben mich reich gemacht. Das Prägendste waren die Begegnungen mit ihnen- ihre Geschichten, die ich direkt von ihnen hören durfte, die Beziehungen, die ich aufgebaut habe, die Stunden, die ich mit ihnen verbracht habe- all das besitzt für mich einen Wert, der nicht mit Geld zu bezahlen ist.

Was ich in dieser Zeit gelernt habe, lässt sich nicht einfach in ein paar Zeilen zusammenfassen. Es ist zu einem Schatz in meinem Herzen geworden, den mir niemand mehr nehmen kann.

Ich bin unfassbar dankbar für diese Zeit und Erfahrung die ich machen durfte. Dankbar für all die coole Zeiten mit den Kids, für die Menschen die ich kennenlernen durfte und für die Freundschaften, die ich aufbauen konnte. Aber auch dankbar für die harten Zeiten, weil ich weiß, dass ich genau in diesen Zeiten am meisten gewachsen bin. Und ich bin dankbar, dass Gott in jedem Augenblick- egal ob es gerade gut lief oder nicht- an meiner Seite war.

Danke auch für eure Unterstützung, für eure Gebete, euer Interesse und eure Ermutigung. Das hat mir wirklich sehr viel bedeutet!

Zum Schluss noch ein paar meiner Lieblingsbilder aus der Zeit:

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Momente der Großzügigkeit

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Wie mir ein 7 und ein 11-jähriges Mädchen beibrachten, was Großzügigkeit eigentlich bedeutet.

Philippinen. Das kleinste und ebenso jüngste unserer Mädels im Kinderheim war 7 Jahre alt und die Großzügigkeit in Person. Sie ist direkt auf der Straße aufgewachsen und sie hatte nichts, absolut nichts. Jetzt, wo sie im Kinderheim ist, teilt sie immer ihren Snack- Kekse, Chips und sogar Schokolade. Auch wenn man das nicht annehmen will, lässt sie sich nicht davon abbringen. Ja, sie besteht geradezu darauf, teilen zu dürfen. Eines Abends hat sie mir sogar ein Geschenk gemacht: Sie hat ein bisschen Waschpulver, ein paar Perlen und andere Kleinigkeiten in ein Blockpapier gewickelt und mir geschenkt. Sie hat eigentlich nichts und hat trotzdem etwas gegeben.

Deutschland. Am Samstag erzähle ich einem 11-jährigen Flüchtlingsmädchen von den Philippinen und zeige ihr ein paar Bilder. Ich erkläre ihr, dass dort Kinder auf der Straße leben und dass es dort viele Babies gibt, die keine Mama haben, die sich um sie kümmert, die nicht genug zu essen haben und die oft auch nichts zum Anziehen haben. Daraufhin kramt sie kurzerhand die Babyklamotten ihrer Puppe heraus und gibt sie mir: ein Kleidchen, Hosen, Leggins, T-shirts- alles was sie finden kann. Ich solle es den Babies auf den Philippinen mitbringen, wenn ich das nächste Mal dort hingehe.

Die Gesten dieser beiden Mädchen haben mich sehr berührt. Das ist echte Großzügigkeit: zu geben, auch wenn man eigentlich nichts hat.

WAS KANNST DU HEUTE GEBEN?

Wenn diese beiden Mädels etwas geben konnten, dann hast auch DU  viel zu geben: Zeit, Geld, Materielles, Talente, Fähigkeiten, ein offenes Ohr,…Aber wenn du gibst, dann gib fröhlich und von Herzen- ganz so wie diese beide Mädchen.

 

LET HOPE RISE

In meiner Zeit hier bin ich immer und immer wieder mit hoffnungslosen Situationen konfrontiert. Wie geht man damit um? Ich höre so so viele krasse Geschichten, die von Hoffnungslosigkeit und Schmerz geprägt sind. Und immer ist es das gleiche: Ich habe keine Ahnung was ich darauf antworten soll, wenn Menschen mir ihre Geschichten erzählen, wenn ich von ihren Problemen und ihrem Leid höre. Alles was ich tun kann, ist zuzuhören. Und in all dem zu wissen, dass JESUS unsere HOFFNUNG ist und all dem Leid das ich höre eines Tages ein Ende setzen wird. In den Herzen unserer Kids hier ist diese Hoffnung schon zu sehen, sie haben Hoffnung für ein besseres Leben, haben Träume für ihre Zukunft.

BANTAYAN ISLAND

Auch die Insel Bantayan ist für mich ein Beispiel von Hoffnung. Bantayan wurde 2013 von dem Taifun Yolanda stark getroffen. Schon als ich 2014 mit dem German-Team für eine Woche dort war, hab ich mich auf dieser Insel extrem wohlgefühlt.

Anfang Januar war es endlich soweit: Wir durften zusammen als Interns nach Bantayan gehen und hatten dort für 3 Tage einen „Arbeitseinsatz“. Wir haben eine Kirche von innen und von außen gestrichen und hatten an zwei Abenden ein Programm für die Kinder und Jugendlichen dort- Geschichten, Spiele und zum Abschluss haben wir alle zusammen Hotcakes (so ähnlich wie Pancakes) gebacken. Ich habe die Zeit auf Bantayan sehr genossen und es war  besonders schön für mich, dort einige Freunde wieder zu sehen, die ich schon von den letzten Jahren kannte.

Es ist so schön zu sehen, wie die Menschen auf dieser Insel wieder Hoffnung haben, dass sie nach dem Taifun nicht einfach aufgegeben haben, sondern dass sie wieder aufgestanden sind und weitergemacht haben, nach vorne geschaut haben, ihre Häuser und ihr Leben wieder aufgebaut haben. Ja, Gott hat diesen Menschen Hoffnung gegeben.

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OUTREACH CHRISTMAS PARTY

Da im Dezember am geplanten Termin ein Taifun angesagt war, wurde die Christmas Party für die Feedingkids auf Mitte Januar verschoben. Schon morgens haben wir und viele andere der Mitarbeiter und der Kids das Essen gekocht und in Boxen verpackt, Geschenke vorbereitet und das Gelände dekoriert bevor dann nachmittags die Feedingkinder von den verschiedenen Plätzen kamen. Es gab zuerst ein Programm und eine Predigt für die Kids, dann hatten wir Zeit um mit den Kids zu beten und zu reden, was echt schön war, weil das bei den regulären Feedings meistens zu kurz kommt. Danach wurde dann das Essen und die Geschenke verteilt. Es war so schön zu sehen, wie die Kids diesen Nachmittag einfach völlig genossen haben. Einfach einen Tag mal der Armut entfliehen. Ja, in ihren Herzen soll Hoffnung aufsteigen. Hoffnung auf eine bessere Zukunft, weg von der Armut. Hoffnung, die sich in Jesus gründet.

FUNDAYS

Die Fundays waren 2 Tage voller Spaß, Spiele und Sport für die Jungs und Mädels aus den Kinderheimen. Wir waren alle in unterschiedliche Teams eingeteilt und hatten dann verschiedene Gruppenpräsentationen, Teamspiele und ein Basektball-und Volleyballtunier. Während dieser Tage haben wir auch 2 Nächte bei den Mädels übernachtet. Es war echt cool mal wirklich mit den Kids mit zu leben, mit ihnen zu essen, bei ihnen Mittagsschlaf zu machen und viel Zeit mit ihnen zu verbringen.

FAMILY OUTINGS

Mit den kleinen Mädels waren wir einen Nachmittag in einer Mall, die auf dem Dach einen Wasserspielplatz für Kids hat. Das haben die Mädels sehr genossen. Danach haben wir sie dann noch zu einem Eis im Jollibee eingeladen.

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Die großen Mädels haben wir aufs „Mountain Top“ eingeladen. Das ist eine Art Aussichtsplattform auf dem Berg von dem aus man eine hammer Sicht auf die Stadt hat. Wir haben dort Abend gegessen, viele viele Fotos gemacht und einfach die Zeit mit den Mädels genossen.

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GIRLSTIME. Jetzt versuche ich noch so viel Zeit wie möglich mit den Mädels im Heim zu verbringen. Ich genieße es einfach bei ihnen zu sein, mit ihnen zu reden, zu spielen, sie ins Bett zu bringen, mit ihnen zu beten.

Hier eine Begebenheit aus dem Heim: Ich schaue mit einem der kleinen Mädels die Kinderbibel an. Sie blättert die Seiten durch. Da sie noch nicht lesen kann schaut sie einfach die Bilder an. Aber für sie ist die Bibel nicht nur irgendein Buch. Für sie ist die Bibel erstaunlich lebendig und real. Sie kennt schon einige Bibelgeschichten. Als wir zu der Geschichte kommen, in der Jesus die Händler und Steuereintreiber aus dem Tempel vertreibt, schlägt sie auf die Tauben und Händler im Bild und sagt: „Böse, böse, böse.“ Es ist so unfassbar schön zu sehen, was für einen kindlichen und echten Glauben sie hat. Ich denke genau das hat Jesus gemeint, als er gesagt hat, dass wir glauben sollen wie Kinder. Ja, für diese Kinder gibt es Hoffnung. Hoffnung, dass sie ein neues Leben mit Jesus anfangen. Hoffnung für eine Zukunft voller Träume.

LET HOPE RISE– hier in diesem unfassbar schönen Land, in den Herzen dieser Kinder aber auch in meinem eigenen Herzen. Hoffnung für alles was Gott für mich bereithält, auch wenn ich jetzt noch gar nicht weiß was die Zukunft bringt…

Meine Zeit hier ist jetzt schon fast vorbei, was ich noch nicht so wirklich realisieren kann. Am 1. März komme ich wieder nach Deutschland zurück. Ich freue mich viele von euch bald wieder zu sehen, wobei mir der Abschied hier natürlich auch sehr sehr schwer fällt. Ihr hört wieder von mir, wenn ich dann in Deutschland bin.

News aus Cebu

Was im letzten Monat so ging

Im Dezember jagte eine Christmas Party die nächste. Angefangen hat es schon in der ersten Dezemberwoche mit einer Weihnachtsfeier im Jugendgefängnis. Dort haben wir ein Programm mit Liedern, einem Drama, einer Botschaft und Spielen gemacht und am Ende gab es natürlich auch noch Essen, Geschenke und wir hatten Zeit, um noch ein bisschen mit den Jugendlichen zu reden.

Zusammen als Intern-Girls haben wir die Mädels, die in den letzten 3 Monaten Geburtstag hatten zum Jollibee eingeladen (das ist sowas Ähnliches wie McDonald’s). Die Mädels lieben es, wenn sie mal rauskommen. Nach unserem Essen im Jollibee gab’s noch für jeden ein Eis auf dem Fuente (Riesenkreisverkehr in der Stadt).

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An einem Samstag war die sogenannte “Christmas Convention”. Das ist eine Weihnachtsfeier, an der verschiedene Hilfsorganisationen, die auch mit Straßenkindern arbeiten, teilgenommen haben. Alle Organisationen bringen also ihre Kids mit und dann gibt es verschiedene Tanz-und Liedvorführungen, Spiele und gemeinsames Essen.

Die Staff Christmas Party, also die Weihnachtsfeier mit allen Mitarbeitern hier, stand unter dem Motto “Celebrating the Christ of all times”. Dazu waren wir schon im Voraus in Gruppen eingeteilt und mussten passende Anspiele vorbereiten, die letztendlich echt lustig waren. Außerdem gab es natürlich gutes Essen und es wurde gewichtelt, wodurch wenigstens ein bisschen Weihnachtsstimmung bei mir aufkam.

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Auch gab es eine Christmas Party mit allen Kids aus den Heimen und mit den Kids die hier zur Schule gehen. Wir haben zusammen Abendgegessen, Spiele gespielt und es gab einen Lobpreisabend bei dem dann am Ende alle zusammen abgedanct haben. Die Stimmung war ausgelassen und es war megaschön zu sehen, wie viel Spaß die Kids und Jugendlichen hatten.

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Über Weihnachten waren wir Interns dann alle zusammen im Urlaub auf Bohol. Wir haben die freien Tage zusammen sehr genossen, waren stundenlang im Meer baden und durften viele schöne Dinge im Land sehen, wie z.B. die Chocolate Hills, die kleinsten Affen der Welt (Tarsier), Reisterassen und Wasserfälle.

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Silvester haben wir mit den Kids gefeiert, die für die Ferien aus verschiedenen Gründen nicht nach Hause zu ihren Familien gehen konnten/durften. Nach dem Essen haben wir zusammen Marshmellows gegrillt, was die Kids echt geliebt haben. Danach haben wir Spiele gespielt und alle zusammen einen Film angeschaut. Um 23 Uhr gab es nochmal Essen für alle bevor wir dann aufs Rooftop (Dachterrasse) gegangen sind um das Feuerwerk anzuschauen. Es war so süß zu sehen, wie sich vor allem die Kleinen an dem Feuerwerk gefreut haben und den ganzen Abend einfach voll genossen haben.

Was mich sonst noch so beschäftigt

Obwohl ich das alles hier ja schon ein Stück weit kannte, ist es krass für mich zu sehen, wie normal es für mich geworden ist hier zu sein. Ich habe die Kids schon sehr ins Herz geschlossen. Auch wenn es immer noch manchmal anstrengend ist oder ich nicht immer so viel Motivation habe, sind diese Kids einfach Teil meines Lebens geworden und nicht mehr so einfach wegzudenken. Das Wertvollste ist es einfach Beziehungen zu ihnen aufzubauen, Zeit zu haben, um mit ihnen zu spielen und zu reden, ihnen die Liebe und Aufmerksamkeit zu geben, die sie auf der Straße nie bekommen haben.

In diesem Monat war ich auch öfters mal in Downtown unterwegs. Downtown ist die Innenstadt Cebus, dort, wo die Straßen immer voll und laut sind, dort, wo es die günstigsten Klamotten gibt, dort wo ganze Familien direkt auf der Straße leben, Babies im Dreck spielen und Straßenkinder dich anbetteln. Da wird einem dann immer bewusst, wie viele Kinder es noch gibt, denen geholfen werden muss. Ja, es gibt noch so viel mehr zu tun. Jedes einzelne dieser Kinder hat das Recht auf ein Leben in Würde. Und dafür lohnt es sich zu kämpfen, dafür lohnt es sich, Verletzungen einzustecken, dafür lohnt es sich, mich immer wieder selbst zu pushen, wenn ich mal keine Motivation und Liebe habe, dafür lohnt es sich.

Jetzt ist das Jahr 2017 schon um und ich habe so viel Grund DANKBAR zu sein für das was Gott in diesem Jahr, aber auch vor allem in der Zeit, die ich bis jetzt hier verbracht habe, schon getan hat. Ich durfte schon viel lernen hier und unzählige (kleine) Wunder erleben, die einem erst so richtig auffallen, wenn man mal zurückschaut. Trotz manch harter Zeiten ist es unfassbar, wie viel Gutes ich schon erlebt habe.

Ich hoffe ihr könnt auch zurückblicken und die vielen kleinen Wunder entdecken, die Gott im letzten Jahr getan hat. Ich wünsche euch ein gutes und gesegnetes neues Jahr! Erwartet Großes, denn Gott hält so viel für euch bereit!

GEBETSANLIEGEN

-dass ich die Zeit gut nutzen kann, die ich hier noch habe

-dass Gott mich noch weiter verändert und an mir arbeitet

-dass  ich Gottes Stimme höre, was er danach mit  mir vorhat

 

Eure Ermutigung und Gebete bedeuten mir sehr viel! Danke dafür!

Liebe Grüße

Dorina

An jedem einzelnen Tag

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An jedem einzelnen Tag, will ich bewusster leben, weil ich weiß, dass jeder Tag ein Wunder und ein unglaubliches Geschenk ist. Ich will weniger kritisch mit mir selbst und anderen sein, will meinen Schmerz zulassen und reflektieren, aber mich nicht darin verlieren, sondern auch immer wieder aufschauen und die Freude und Hoffnung sehen, die auf mich wartet. Ich will mehr träumen und weniger zweifeln, mehr wagen und weniger zagen, will ins kalte Wasser springen, auch wenn ich nicht weiß was mich erwartet und mir selbst erlauben auch mal Fehler zu machen.

Ich will in Menschen investieren und Beziehungen leben, will Fragen stellen, die mich und andere weiterbringen. Ich will Geschichten schreiben, die es wert sind erzählt zu werden. Ich will die Menschen um mich herum mehr wahrnehmen und mit offenen Augen durchs Leben gehen, will über den Tellerrand hinaussehen und Gott erlauben meine Welt zu crashen, auch wenn das jedes Mal unfassbar weh tut. Ich will mir selbst erlauben tiefer zu fühlen, weiter zu sehen, lebendig zu sein.

Ich will mehr aus Liebe tun und mich nicht in Zweifeln verlieren, will nicht verbittert sein, sondern in Freiheit leben. Ich will Dinge tun, die ich noch nie getan habe, und Geschichten erzählen, die ich noch nie erzählt habe. Ich will mir selbst erlauben mehr zu träumen, mehr zu lieben auch wenn das bedeutet verletzt zu werden, mehr zu lachen und auch mehr zu weinen, öfter ja zu sagen zu Gottes Träumen und Nein zu Satans Lügen. Ich will nicht mein Dasein fristen und die Zeit verstreichen lassen, sondern ich will heute leben und die Welt verändern.

Ich will durchs Leben tanzen, will Neues wagen, den Moment genießen und auch in harten Zeiten niemals aufgeben. Ich will immer und immer wieder aufstehen und weitergehen.

Ich will wegzoomen und die Welt in den Blick nehmen, aus Gottes Perspektive sehen und auf die Ewigkeit schauen. Ich will immer wieder mein Herz Gott hinhalten, es von IHM formen und verändern, heilen und mit Leben füllen lassen.

Ich will mehr vertrauen und mehr wagen, will mutiger sein und weniger zögern. Ich will mein Herz offen halten, damit Gott mir so begegnen kann, wie ER es will. Heute und an jedem einzelnen Tag.

Take your place

“Freely we’ve received, now freely we will give.
We must go, live to feed the hungry, stand beside the broken.
We must go, stepping forward, keep us from just singing, move us into action. We must go.                                                Fill us out and send us out. ”  
                                                   -God of justice. Tim Hughes-
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Ich laufe durch die Straßen und sehe Menschen die wirklich dort leben. Ich spiele mit Kindern und sehe die tiefen Verletzungen in ihren Herzen. Ich höre Geschichten, die ich mir nicht ausmalen will. Ich sehe Menschen- egal wo- die auf der Suche sind. Auf der Suche nach dem Gott, der in mir und in dir lebt.
Es muss noch so viel mehr getan werden. Millionen Kids brauchen noch so viel mehr Annahme, Liebe, Wertschätzung und Fürsorge. Und da draußen warten noch so viel mehr Menschen auf Hoffnung, auf Liebe und Licht.

Es braucht noch so viel mehr Menschen, die ihren Platz einnehmen und den Auftrag ausführen, den Gott ihnen gegeben hat. Egal was es ist, ob deine Zeit, dein Geld, deine Energie, deine Gaben, deine Fähigkeiten, dein Gebet, deine Ermutigung, deine Stimme- DEIN Beitrag zählt! DU wirst gebraucht!

Mach die Augen auf und schau, wo Gott dich gebrauchen will, genau an dem Ort, wo du gerade bist. In deinem Umfeld gibt es Menschen die dich brauchen und denen Gott durch dich begegnen will.

Es ist so wichtig, dass gerade in krassen Zeiten wie diesen jeder Christ seinen Platz einnimmt. Wenn jeder Einzelne von uns seinen Platz einnimmt tragen wir zu etwas unvorstellbar Großem bei und sind Teil von Gottes unfassbarem Plan. So bauen wir-wo auch immer wir gerade sind- gemeinsam das Reich Gottes. Gottes Reich hängt davon ab, dass jeder Einzelne seinen Platz einnimmt und voll ausfüllt, sich nicht von Zweifeln abbringen oder  von Angst bestimmen lässt, sondern von Liebe, dass jeder kühn den Auftrag ausführt, den Gott ihn gegeben hat, dass wir Visionen haben und darin mutig sind, dass wir Träumen Platz in unseren Herzen geben und uns selbst erlauben zu fliegen.

Gottes Reich hängt davon ab, dass jedes einzenle seiner Kinder seinen Platz einnimmt- genau an dem Ort, an den Gott uns gerade hingestellt hat.

Warte nicht länger darauf, dass du einen ganz speziellen Auftrag von Gott bekommst. Du hast schon längst einen Auftrag (Matthäus 28:19-20)!  Frage dich: Was kann ich HEUTE tun?

Nimmst du deinen Platz ein- da wo du gerade bist?

Eins ist klar: Es gibt noch so viel mehr zu tun. Was will Gott durch dich tun?

 

 

 

 

 

 

The journey starts…

Morgen ist es soweit. Ich werde für ca. 6 Monate auf die Philippinen gehen, genauer gesagt auf die Insel Cebu- ca. 10.000 km Luftlinie von hier.

Was ich dort mache?

Ich werde dort in Cebu City bei der Organisation „Christ for Asia“ mitarbeiten. Wie viele bereits wissen, war ich inzwischen schon 3 Mal dort. Jetzt ist es endlich soweit und ich darf eine längere Zeit dort verbringen. Dieses Land, diese Kultur, diese Menschen, diese Kinder haben mein Herz im Sturm erobert. Deshalb kann ich es jetzt auch kaum mehr erwarten endlich wieder dorthin zurückzugehen.

Auf der anderen Seite fällt es mir natürlich auch sehr schwer, hier in Deutschland Abschied zu nehmen- von meiner Familie, meinen Freunden, von den Menschen, die ich liebe.

In meinen Newslettern werde ich euch auf dem Laufenden halten, was bei mir so passiert.

Ich werde in einem Kinderheim für Straßenkinder mitarbeiten. Was genau meine Aufgaben sind erzähle ich euch dann wenn ich dort bin.

Die ersten 3 Wochen werde ich zuerst mit einem deutschen Team unterwegs sein. Wir werden verschiedene Einsätze in der Stadt, in Schulen, im Gefängnis und auf anderen Inseln haben. Wir haben verschiedene Tänze und Dramen vorbereitet und sind gespannt zu erleben, wie Gott uns gebrauchen wird.

Jetzt packe ich meinen Koffer mit großen Erwartungen, Träumen und einer tiefen Sehnsucht Gott in einer ganz neuen Weise zu erleben und IHN noch so viel besser kennenzulernen. Ich bin sehr gespannt, was Gott in dieser Zeit für mich bereithält. Ich erwarte Großes, denn ich glaube nur dann werde ich wirklich was erleben.

Ich freue mich über alle, die im Gebet hinter mir stehen. Es ist so wichtig zu wissen, dass Menschen für einen beten!

„Gebet ist nicht alles, aber ohne Gebet ist alles nichts.“

DANKE an alle, die in dieser Zeit für mich beten, an mich denken, mich unterstützen und ermutigen!

 

Liebe Grüße

Dorina