My Top 5 this week

Top 1// Deine Nähe

“Deine Gegenwart ist das Kostbarste, was ich hab.”

-Amelie Himmelreich ft. Ben Höfig-

Top 2//I’m listening-

“I don’t wanna miss one word you speak. Cause everything you say is life to me.”

-Chris McClarney-

Top 3//Dann auch ich

“Ich entdeck dein Herz in allem, was du tust. Dieses Kunstwerk namens Liebe, das du schufst.”

-Alive Worship-

Top 4// Tremble

“Jesus, Jesus, you make the darkness tremble. Jesus, Jesus, you silence fear.”

-Mosaic MSC-

Top 5// Lean back

“I will lean back in the loving arms of a beautiful Father. Breathe deep and know that HE is good.”

-Capital City Music ft. Dion Davis-

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Free

And only God can help me get free

But I’ve been forgiven, my Savior risen

I’m out the prison, I know that

I got the power to say “no” to all of my struggles

God will control that

Every time we slip and we fall

Gotta get back up and fight on

We are not defined by our past

The future look bright, I see the light on.”

– “Good, Bad, Ugly”- Lecrae-

Sklaverei abgeschafft?

Sklaverei wurde abgeschafft, denken wohl einige. Sklaven gab es früher. Sklaven, die die Hausarbeit erledigt haben oder den Hof kehren mussten. Oder Sklaven, die damals unsere Kirchen gebaut haben. Aber Sklaverei gibt es auch heute noch, im 21.Jahrhundert. Nur in einer anderen Art. Und in einem völlig anderen Ausmaß.
Die heutige Sklaverei heißt Menschenhandel und einer der größten Märkte darauf ist der Sexhandel mit der „Ware Mensch“.
Und auf diesem Markt gibt es mehr Sklaven denn je in der Geschichte der Menschheit. Aber warum? Was ist Menschenhandel überhaupt und woher kommen diese Menschen? Ein Versuch, diese krasse Ungerechtigkeit etwas kürzer und heruntergebrochen zu erklären.

Als Menschenhandel bezeichnet man den illegalen Handel von Menschen zur Zwangsarbeit und zur sexuellen Ausbeutung. Dabei sind Frauen und Kinder die begehrteste Ware im Supermarkt Mensch.

Die Rekrutierung der „Ware Mensch“ findet in so genannten „Push-Countries“, statt, also hauptsächlich in den Ländern, in denen die Menschen teilweise in Armut leben, geringere Chancen haben, es keine Arbeitsplätze gibt, und somit auch keine Perspektive und Hoffnung. Zu diesen Ländern gehören bspw. viele ärmere Länder Europas wie Moldawien, Albanien, Rumänien, Bulgarien oder Russland aber auch viele weniger entwickelte oder unterentwickelte Länder dieser Welt.

In diesen Ländern haben Menschenhändler ein leichtes Spiel. Aufgrund wirtschaftlicher und finanzieller Not sind viele Frauen bereit ins Ausland zu gehen. Menschenhändler versprechen diesen Frauen einen guten Job und ein gutes Einkommen und aus ihrer Notlage heraus lassen sie sich darauf ein. Auch ethnische Minderheiten sind besonders gefährdet, da sie aufgrund ihrer Herkunft ohnehin schon unter schwierigen Bedingungen leben. Ebenso sind Menschenrechtsverletzungen, Kriege und zerbrochene Sozialsysteme bester Nährboden für moderne Sklaverei.

Auch weit verbreitet ist die Methode „Loverboy“: Gut aussehende junge Männer spielen jungen Frauen vor, dass sie sie wirklich lieben. Die Frau lässt sich auf den jungen Mann ein und weil er sie ja wirklich liebt, tut sie alles, was er von ihr verlangt…

Was die Frauen dann in Deutschland, der Schweiz oder den Niederlanden vorfinden ist etwas völlig anderes als das, was ihnen versprochen wurde. So landen sie in Bordellen und verlieren von da an nicht nur ihre Freiheit sondern auch ihre Würde.

Menschenhandel ist eine kriminelle Industrie, die mehr boomt als jede andere. Denn anders als beim Drogen-oder Waffenhandel, kann die Ware „Mensch“ immer und immer wieder verkauft werden.

Alle 30 Sekunden wird ein Mensch Opfer der modernen Sklaverei.

Aber was können wir dagegen tun?

Zunächst einmal muss diese Thematik von unserer Gesellschaft als Problem erkannt werden. Um darauf aufmerksam zu machen findet MORGEN der alljährliche „Walk for Freedom“ statt. Zum Beispiel in Stuttgart oder auch in vielen anderen Städten in Deutschland und weltweit. Dies ist ein Schweigemarsch in dem viele Menschen gemeinsam- egal ob jung oder alt- in einer Reihe hintereinander durch die Innenstadt laufen um die Realität Millionen von Menschen aufzuzeigen und denen eine Stimme zu verleihen, die selbst keine mehr haben.

Mehr Informationen findest du hier  und auf Walk For Freedom Stuttgart

It all starts with one decision. To show up. To be aware. To tell others. That slavery still exists, but we have the power to change that. It takes local action to make a global difference​.- A21-

Menschenhandel. Diese Ungerechtigkeit darf nicht länger unsichtbar bleiben. Sie darf nicht länger von unserer Gesellschaft ignoriert werden. Sie darf nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden. Es geht uns alle was an, weil es in unserer Gesellschaft und in unserer Zeit passiert. In unserem Land und vor unserer Haustür. Vor unseren eigenen Augen. Wie können wir da noch länger wegschauen?

 

 

If you want love

“If you want love you gon’ have to go through the pain.”, singt NF in seinem Song „If you want love“.  Wenn du Liebe willst wirst du durch Schmerz gehen müssen.

 „Wahre Liebe beginnt da, wo sie uns etwas kostet.“, sagte schon Mutter Theresa.

Egal in welcher Form der Beziehung, Liebe bezahlt immer einen Preis. Warum tut es weh, Menschen zu vermissen? Weil wir sie lieben. Warum weinen wir wenn wir einen Menschen verlieren? Weil wir ihn lieben! Warum tut es weh, wenn Menschen uns verletzten? Weil wir sie lieben!

„Don’t love if you don’t wanna get hurt. “ Wir müssen uns entscheiden, ob wir wirklich lieben wollen. Liebe ist immer auch mit Schmerz verbunden. Wenn du dich entscheidest zu lieben, entscheidest du dich automatisch auch dazu, dich verletzlich zu machen. Die Menschen, die du am meisten liebst können dich auch am meisten verletzen. Die Menschen, die dir am meisten bedeuten, können dein Herz am meisten zerreißen.

Als ich sieben Monate auf den Philippinen verbracht habe, war es meine Aufgabe, ehemalige Straßenkinder zu lieben, wobei ich zum ersten Mal so richtig realisiert habe, wie wahr diese Aussage ist:

IF YOU WANT LOVE YOU GON‘ HAVE TO GO THROUGH THE PAIN.

Da einige Kinder erst neu ins Kinderheim gekommen waren, spiegelte ihr Verhalten noch stark die Straße wider auf der sie aufgewachsen waren. Sie hatten noch nicht gelernt Respekt zu haben und sich an die Regeln zu halten. Sie haben mich teilweise gezwickt oder nachgeäfft, manchmal ignoriert, angeschrien oder mich mit ihren Blicken getötet. Und trotzdem habe ich diese Kinder GELIEBT. Nicht für das, was sie tun sondern für das, wer sie sind:  unfassbar wertvolle Meisterwerke Gottes.

Heute kann ich sehen, dass diese Liebe, die durchgehalten und sie nicht aufgegeben hat, diese Liebe, die nicht aus mir selbst heraus kam, sondern die ihren Ursprung allein in Gottes Herzen hat, diese Kinder völlig verändert hat. Und ich kann sagen, dass es sich gelohnt hat zu lieben und dass es den Preis wert war, den es mich gekostet hat.

Nicht einmal die Beziehung zu Gott ist von diesem Preis ausgenommen. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr es mir manchmal weh tut, Gott zu lieben. Gott zu lieben, auch wenn er schweigt. Gott zu lieben, wenn er weit entfernt zu sein scheint. Gott zu lieben, auch wenn ich ihn nicht verstehe. Gott zu lieben, wenn mich das was er tut oder zulässt verletzt. Gott zu lieben, auch wenn ich nicht sehen kann, was er gerade tut. Gott zu lieben, wenn ich seinen perfekten Plan gerade absolut nicht erkennen kann.

Im Gegenzug kann es nicht nur wehtun, Gott zu lieben sondern auch von Gott geliebt zu werden. Ja, von Gott geliebt zu werden wird uns nicht nur glücklich machen, wird nicht nur unsere Wunden heilen, wird uns nicht nur einen unfassbaren Wert und Sinn im Leben geben, sondern es wird uns auch weh tun. Wie kann das sein? Die Bibel sagt, dass Gott seine Kinder erzieht: „Denn der HERR weist die zurecht, die er liebt.“ –Hebräer 12:6
Gott hat uns berufen, JESUS ähnlicher zu werden, IHM eines Tages gleich zu sein, was bedeuten soll, dass wir IHN eines Tages so widerspiegeln werden, wie ER wirklich ist (Römer 8:28+29). Wir sind wie Silber, das Gott im Feuer läutert. Silber wird so lange geläutert, bis es ganz rein ist und klar reflektiert. Genauso wird Gott nicht aufhören, das Feuer einzuheizen bis er nicht das perfekte Spiegelbild Jesu in uns sieht.

Und deshalb tut es weh, Jesus nachzufolgen. Und deshalb tut es weh, von Gott geliebt zu werden.

LIEBE ist nur echt, wenn sie dich etwas kostet. Nur wenn es nicht einfach ist, aber du trotzdem weiter liebst, beweist sich die Echtheit und Hingabe deiner Liebe. Echte Liebe geht über den Schmerz hinaus und schaut auf den Sieg, der noch kommt. Und dafür ist sie bereit, alles zu ertragen und durchs Feuer zu gehen.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sehr es Jesus wehgetan hat, uns zu lieben. Was hat ihn diese Liebe gekostet? ER hat mit seinem eigenen Leben dafür bezahlt.

Aber diese Liebe ist es wert. Auch wenn sie wehtut.

Lecrae

Lecrae is an US-American gospel rapper. His story is impressive. He went through kind of everything a person can go through. He struggled harder than many can probably imagine. But he still found Jesus. Or rather Jesus found him. Here’s his story.

It’s a story for those who are struggling. Who are facing fatherlessness, brokenness, addiction or pain. It is for those who are facing life. And it’s a story telling how beauty comes out of ashes.

“The Spirit of the Sovereign LORD is on me, because the LORD has anointed me to proclaim good news to the poor. HE has sent me to bind up the brokenhearted, to proclaim FREEDOM for the captives and release from darkness for the prisoners.

To bestow on them a crown of beauty instead of ashes,
the oil of joy instead of mourning,
and a garment of praise instead of a spirit of despair.” –Jesus- (Isaiah 61:1-3)

Fact is: JESUS came for the lost, the broken, the captives, the slaves, for those who don’t have it all together. For people like you and me, for people like Lecrae.

GROWING UP

When Lecrae was born, his mother had just been 23 years old and had already broken up with his father, who was addicted to drugs and alcohol and displayed a very aggressive behavior. So Lecrae grew up as a fatherless child, living in the hood, moving with his mother from city to city.

Already from the beginning of his life Lecrae faced feelings of insignificance. He always felt “less than”, wrestled with self-esteem and a lack of identity. He believed that his problems and his pain were not important and didn’t matter to anyone.

Due to his emptiness he used to act out. There was a hole in his life and his heart left by his father’s absence. But what probably hurt the most was that his father decided to stay away and never even bothered about his son. “Every child wants and needs a father, and mine didn’t want anything to do with me.

So he struggled with confusion, frustration, woes. He constantly wrestled with his self-worth and craved the approval of others, wondering if he was even worthy of love. And because he lacked a consistent male role model in his life, he had no idea what it meant to be a man.

Lecrae was longing for real role models who understood him and never left his side. Role models that he could relate to. Role models that told him the truth about life. And this is the point where hip-hop crushed in and filled the cracks left by his father’s absence. For Lecrae music became his everything but it could never solve all things.

NOWHERE TO RUN

After the boyfriend of Lecrae’s mother snapped his nose bloody and also other family members started to smack him whenever he did something wrong, Lecrae began running away from home a lot. But where do you go when you have nowhere to run? “Home is the place where kids can go when they are hurting and afraid and confused. But I had nowhere.”

At that time Lecrae also didn’t bother about God. In a world like his- full of traumas and brokenness- God was an afterthought. He didn’t believe that God existed or even cared about people like him.

“I wish I knew that I was still valuable and loveable. I wish I knew that my dignity was not determined by my circumstances but burned into me before birth. The events that happened to me violated my dignity, but they didn’t remove it.”

OUTSIDER 

Lecrae’s artistic side and his talent for music and rapping was already detected in elementary and also in Junior High School but he always wanted to fit in so he gave up his artistic side. He used to go to an artistic Junior High School where he would be supported in using his talents. But because he didn’t seem to fit in there and wanted to go to a normal school together with his friends, he convinced his mother to sign him in at another school. From then on Lecrae spent a lot of time at the streets, doing vandalism, trespassing and other stupid things. At this time he didn’t know who he was. The only thing he knew was: He didn’t fit in anywhere.

When he moved with his mother to Dallas no black people could be found around him. His isolation, depression and despair grew worse. He tried even harder to fit in and felt even more alone.

Trying to flush his loneliness away, Lecrae started to smoke weed, drinking more alcohol and dating a lot of girls, trying to find fulfillment in relationships and sex.

GONNA BE WEAK TODAY

Then he started to find answers in different religions. First, Islam seemed to make sense to him. But after one month he gave it up. “In Islam, my standing with God depended on my efforts to be righteous, and I was sure I couldn’t live up to that standard.”

Lecrae grew even more desperate. One day he climbed on the roof of his house, taking a shard of glass with him and wanted to kill himself. “I thought, if this is weak, I’m going to be weak today. I’ve punched holes in doors, and I’ve punched people’s faces. What else can I do to get rid of my frustration? I felt like every breath I took was a waste and I didn’t want to take any more.”

But with the glass pressed against his wrist, something held him back: Hope, very faint hope. Somehow he hoped that someday someone would save him out of this. That someday everything would change.

While Lecrae was there on the roof, almost about to kill himself, his mother called the police which could eventually convince him to come down. After the police were gone, his mother said to him: “Nothing I’m doing is working. Nothing is helping you. Right now, only God can help you.” And she gave him a bible. But Lecrae tore the pages out of the bible. He tried to destroy the only thing that could rescue him.

WHERE ARE YOU HEADING?

One day, when Lecrae was 16 years old, he came home drunk once again, when he ran into his step-dad. In the middle of the night his step-dad talked to him and told him that he was heading nowhere if he continued to live like this. This got Lecrae thinking and from this day on he started to change his life: He signed in for college.

Then one weekend, Lecrae went on a Christian conference together with some other college students. There he experienced the love God had for him and he entrusted his life to Jesus. “I didn’t need to keep trying to fill the hole left by my absent dad; I had gained a heavenly Father. For the first time in my life, I felt a sense of purpose and identity.”

OLD HABITS DIE HARD

However, after he had given his life to Jesus, it didn’t all go well. “Old habits die hard, and if you’re not careful, the person you used to be can overtake the person you’re trying to become.”

“A person can be removed from slavery in an instant, but it takes a lifetime for slavery to be removed from a person.”

Lecrae started to live a lifestyle in which he was trying to earn rightousness. When he did a lot of Christian stuff he felt good but when he missed for example his daily quiet time he felt bad. He stopped going to any party and broke up contact to all his non-Christian friends. After being on a spiritual high for several months, Lecrae attended a party once again and from then on he started living a double life. The harder he partied, the more he ran from God and the more empty his life felt.

Eventually, he quit college and got into more troubles than ever before. However, God was trying to get his attention. “I was making a mountain of mistakes, but I was not alone. God had seen my many failures, but He hadn’t left me as a result. And yet I was still unwilling to surrender. To let go. To give up control. I still wanted to run the show and carve my own path and make my own way. I wanted God in my life, but only in the background. I wasn’t giving up the starring role. Somehow I ignored the fact that whenever I took the lead, I always messed things up.” Lecrae had no idea that he was about to mess up his life more than ever before by making the greatest mistake of his life.

REHAB

One day Lecrae got the shocking message: His girlfriend was pregnant. When he heard this he immediately tried to persuade her to abort the baby which she finally did even though she actually didn’t want it. But as he was some years older, he had the manipulating power to push through the only- he thought – “solution” to this problem. Then, some time later he broke up with his girlfriend, leaving her alone with the pain of having had an abortion.

After that Lecrae tried to kill himself by swallowing pills- however unsuccessfully. He woke up again and was brought into a rehabilitation facility.

In rehab, Lecrae started to read the bible and couldn’t stop. Finally he understood what it was all about. Finally he got the truth about who God is. And his life started to change.

Falling isn’t the end of the world as long as you get back up and keep walking.

Lecrae realized that being a Christian doesn’t mean life is easy. “You’ll actually experience more temptation, not less, after you become a Christian. Following Jesus doesn’t mean you’ll start living perfectly overnight. It certainly doesn’t mean that your problems will disappear. Rather than ridding you of problems or temptations, following Jesus just means that you have a place- no, a person- to run to when they come. And the power to overcome them.”

UNASHAMED

“For I am not ashamed of the gospel, for it is the power of God for salvation to everyone who believes.”-Romans 1:16-

Lecrae learned to be unashamed. Unashamed to be broken, needy, helpless, to be stumbling more than he was stepping. Unashamed to admit that he was not brave enough, tough enough, strong enough.

“I can’t save myself through my own strength, through pretending. By working harder or pulling myself up by my boot straps. There’s no woman that can save me. No drug that can save me. No program or clinic that can save me. I no longer thought I was a Christian because I was strong and had it all together; I now knew I was a Christian because I’m weak and admitted I need a Savior. There was no other power that could save me outside of the power of God.”

∼quotes and source: Lecrae’s biography “Unashamed”∼

Was ist Realität?

7:00 Uhr. Ich wache auf. In meinem eigenen Zimmer. In einem bequemen Bett. Ich laufe zu meinem Kleiderschrank und stelle mich der Herausforderung, unter den über 20 T-Shirts auszusuchen, welches ich denn heute anziehen möchte. Dann stelle ich mich unter die heiße Dusche, bevor ich in die Küche gehe um mir mein Frühstück zu machen: Müsli mit frischem Obst, Körnern und dazu ein Glas Multivitaminsaft. Das ist mein Alltag. So sieht mein Leben hier in Deutschland aus. Es ist vollkommen normal für mich. Genauso war es schon immer. Daran ist nichts Besonderes. Für mich.

Aber dass sich Millionen von Menschen das Leben, das ich führe nicht einmal vorstellen und wenn dann überhaupt nur davon träumen können, kommt mir oft gar nicht in den Sinn. Beziehungsweise verdränge ich es. Gekonnt. Denn Armut habe ich in meinem Leben eigentlich ja schon öfter gesehen. Extreme Armut. Und trotzdem “vergesse” ich immer wieder viel zu schnell, wie sehr sich das Leben dieser Menschen von meinem unterscheidet.

Sie wachen auf und fragen sich, ob sie heute überhaupt genug Geld haben, um etwas zu Frühstücken oder ob sie nicht einfach bis zum Mittagessen warten sollen. Auszusuchen, was sie anziehen sollen erweist sich für sie weniger herausfordernd, denn die Auswahl fällt deutlich geringer aus als bei mir. Fließendes Wasser gibt es nicht und warmes schon dreimal nicht. Das Wasser wird aus dem Brunnen geschöpft und geduscht wird dann mit kleinen Schöpfeimern.

Sie waschen ihre Kleidung mühevoll mit ihren Händen. Ich werfe meine Klamotten einfach nur in die Waschmaschine. Sie können teilweise nicht in die Schule gehen, weil sie das Schulgeld nicht bezahlen können. Ich durfte 13 Jahre kostenlose Schulbildung genießen. Sie können nicht davon träumen, was sie werden wollen, wenn sie groß sind, denn sie müssen froh sein, wenn sie überhaupt irgendwie Geld verdienen und sich über Wasser halten können. Mir hingegen stehen alle Möglichkeiten offen.

Millionen von Menschen leben weit von dem entfernt, was für uns völlig normal und selbstverständlich ist. Sie leben in einer anderen Realität. Oder vielleicht sollte ich eher sagen: Wir leben in einer anderen Realität. Eine Realität die nur für einen kleinen Prozentteil dieser Welt existiert.

Nur weil andere nicht haben, was wir haben müssen wir Luxus nicht vollkommen verdammen und ablehnen. Es bringt nichts, uns schlecht zu fühlen, weil wir auf der anderen Seite der Welt geboren wurden. Aber: Sehen wir denn überhaupt, was wir alles haben oder ist es für uns total selbstverständlich? Können wir wirklich dankbar dafür sein- jeden Tag? Es ist traurig, wenn wir denken wir hätten zu wenig und sich unser Leben darauf ausrichtet, immer noch mehr zu bekommen anstatt mal unsere Augen aufzumachen für die eigentliche REALITÄT der meisten Menschen in dieser Welt.

Und wenn wir anfangen, diese Realität zu sehen, lernen wir DANKBARKEIT. Denn FAMILIE. FREUNDE. ESSEN. FRISCHES TRINKWASSER. EIN ZUHAUSE. HOFFNUNG. PERSPEKTIVE. BILDUNG. GELIEBT ZU WERDEN sind nur ein paar Dinge, die NICHT selbstverständlich sind. Es sind unbegreifliche Geschenke, die ich lernen will, wertzuschätzen- jeden Tag.

 

Walking through fire

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“Do not fear, for I have redeemed you;

I have called you by name; you are mine.

When you pass through the waters,

I will be with you;

and when you pass through the rivers,

they will not sweep over you.

When you walk through the fire,

you will not be burned;

the flames will not set you ablaze.”

– God-

(Isaiah 43:1-2)