LET HOPE RISE

In meiner Zeit hier bin ich immer und immer wieder mit hoffnungslosen Situationen konfrontiert. Wie geht man damit um? Ich höre so so viele krasse Geschichten, die von Hoffnungslosigkeit und Schmerz geprägt sind. Und immer ist es das gleiche: Ich habe keine Ahnung was ich darauf antworten soll, wenn Menschen mir ihre Geschichten erzählen, wenn ich von ihren Problemen und ihrem Leid höre. Alles was ich tun kann, ist zuzuhören. Und in all dem zu wissen, dass JESUS unsere HOFFNUNG ist und all dem Leid das ich höre eines Tages ein Ende setzen wird. In den Herzen unserer Kids hier ist diese Hoffnung schon zu sehen, sie haben Hoffnung für ein besseres Leben, haben Träume für ihre Zukunft.

BANTAYAN ISLAND

Auch die Insel Bantayan ist für mich ein Beispiel von Hoffnung. Bantayan wurde 2013 von dem Taifun Yolanda stark getroffen. Schon als ich 2014 mit dem German-Team für eine Woche dort war, hab ich mich auf dieser Insel extrem wohlgefühlt.

Anfang Januar war es endlich soweit: Wir durften zusammen als Interns nach Bantayan gehen und hatten dort für 3 Tage einen „Arbeitseinsatz“. Wir haben eine Kirche von innen und von außen gestrichen und hatten an zwei Abenden ein Programm für die Kinder und Jugendlichen dort- Geschichten, Spiele und zum Abschluss haben wir alle zusammen Hotcakes (so ähnlich wie Pancakes) gebacken. Ich habe die Zeit auf Bantayan sehr genossen und es war  besonders schön für mich, dort einige Freunde wieder zu sehen, die ich schon von den letzten Jahren kannte.

Es ist so schön zu sehen, wie die Menschen auf dieser Insel wieder Hoffnung haben, dass sie nach dem Taifun nicht einfach aufgegeben haben, sondern dass sie wieder aufgestanden sind und weitergemacht haben, nach vorne geschaut haben, ihre Häuser und ihr Leben wieder aufgebaut haben. Ja, Gott hat diesen Menschen Hoffnung gegeben.

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OUTREACH CHRISTMAS PARTY

Da im Dezember am geplanten Termin ein Taifun angesagt war, wurde die Christmas Party für die Feedingkids auf Mitte Januar verschoben. Schon morgens haben wir und viele andere der Mitarbeiter und der Kids das Essen gekocht und in Boxen verpackt, Geschenke vorbereitet und das Gelände dekoriert bevor dann nachmittags die Feedingkinder von den verschiedenen Plätzen kamen. Es gab zuerst ein Programm und eine Predigt für die Kids, dann hatten wir Zeit um mit den Kids zu beten und zu reden, was echt schön war, weil das bei den regulären Feedings meistens zu kurz kommt. Danach wurde dann das Essen und die Geschenke verteilt. Es war so schön zu sehen, wie die Kids diesen Nachmittag einfach völlig genossen haben. Einfach einen Tag mal der Armut entfliehen. Ja, in ihren Herzen soll Hoffnung aufsteigen. Hoffnung auf eine bessere Zukunft, weg von der Armut. Hoffnung, die sich in Jesus gründet.

FUNDAYS

Die Fundays waren 2 Tage voller Spaß, Spiele und Sport für die Jungs und Mädels aus den Kinderheimen. Wir waren alle in unterschiedliche Teams eingeteilt und hatten dann verschiedene Gruppenpräsentationen, Teamspiele und ein Basektball-und Volleyballtunier. Während dieser Tage haben wir auch 2 Nächte bei den Mädels übernachtet. Es war echt cool mal wirklich mit den Kids mit zu leben, mit ihnen zu essen, bei ihnen Mittagsschlaf zu machen und viel Zeit mit ihnen zu verbringen.

FAMILY OUTINGS

Mit den kleinen Mädels waren wir einen Nachmittag in einer Mall, die auf dem Dach einen Wasserspielplatz für Kids hat. Das haben die Mädels sehr genossen. Danach haben wir sie dann noch zu einem Eis im Jollibee eingeladen.

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Die großen Mädels haben wir aufs „Mountain Top“ eingeladen. Das ist eine Art Aussichtsplattform auf dem Berg von dem aus man eine hammer Sicht auf die Stadt hat. Wir haben dort Abend gegessen, viele viele Fotos gemacht und einfach die Zeit mit den Mädels genossen.

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GIRLSTIME. Jetzt versuche ich noch so viel Zeit wie möglich mit den Mädels im Heim zu verbringen. Ich genieße es einfach bei ihnen zu sein, mit ihnen zu reden, zu spielen, sie ins Bett zu bringen, mit ihnen zu beten.

Hier eine Begebenheit aus dem Heim: Ich schaue mit einem der kleinen Mädels die Kinderbibel an. Sie blättert die Seiten durch. Da sie noch nicht lesen kann schaut sie einfach die Bilder an. Aber für sie ist die Bibel nicht nur irgendein Buch. Für sie ist die Bibel erstaunlich lebendig und real. Sie kennt schon einige Bibelgeschichten. Als wir zu der Geschichte kommen, in der Jesus die Händler und Steuereintreiber aus dem Tempel vertreibt, schlägt sie auf die Tauben und Händler im Bild und sagt: „Böse, böse, böse.“ Es ist so unfassbar schön zu sehen, was für einen kindlichen und echten Glauben sie hat. Ich denke genau das hat Jesus gemeint, als er gesagt hat, dass wir glauben sollen wie Kinder. Ja, für diese Kinder gibt es Hoffnung. Hoffnung, dass sie ein neues Leben mit Jesus anfangen. Hoffnung für eine Zukunft voller Träume.

LET HOPE RISE– hier in diesem unfassbar schönen Land, in den Herzen dieser Kinder aber auch in meinem eigenen Herzen. Hoffnung für alles was Gott für mich bereithält, auch wenn ich jetzt noch gar nicht weiß was die Zukunft bringt…

Meine Zeit hier ist jetzt schon fast vorbei, was ich noch nicht so wirklich realisieren kann. Am 1. März komme ich wieder nach Deutschland zurück. Ich freue mich viele von euch bald wieder zu sehen, wobei mir der Abschied hier natürlich auch sehr sehr schwer fällt. Ihr hört wieder von mir, wenn ich dann in Deutschland bin.

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An jedem einzelnen Tag

mont terasas

An jedem einzelnen Tag, will ich bewusster leben, weil ich weiß, dass jeder Tag ein Wunder und ein unglaubliches Geschenk ist. Ich will weniger kritisch mit mir selbst und anderen sein, will meinen Schmerz zulassen und reflektieren, aber mich nicht darin verlieren, sondern auch immer wieder aufschauen und die Freude und Hoffnung sehen, die auf mich wartet. Ich will mehr träumen und weniger zweifeln, mehr wagen und weniger zagen, will ins kalte Wasser springen, auch wenn ich nicht weiß was mich erwartet und mir selbst erlauben auch mal Fehler zu machen.

Ich will in Menschen investieren und Beziehungen leben, will Fragen stellen, die mich und andere weiterbringen. Ich will Geschichten schreiben, die es wert sind erzählt zu werden. Ich will die Menschen um mich herum mehr wahrnehmen und mit offenen Augen durchs Leben gehen, will über den Tellerrand hinaussehen und Gott erlauben meine Welt zu crashen, auch wenn das jedes Mal unfassbar weh tut. Ich will mir selbst erlauben tiefer zu fühlen, weiter zu sehen, lebendig zu sein.

Ich will mehr aus Liebe tun und mich nicht in Zweifeln verlieren, will nicht verbittert sein, sondern in Freiheit leben. Ich will Dinge tun, die ich noch nie getan habe, und Geschichten erzählen, die ich noch nie erzählt habe. Ich will mir selbst erlauben mehr zu träumen, mehr zu lieben auch wenn das bedeutet verletzt zu werden, mehr zu lachen und auch mehr zu weinen, öfter ja zu sagen zu Gottes Träumen und Nein zu Satans Lügen. Ich will nicht mein Dasein fristen und die Zeit verstreichen lassen, sondern ich will heute leben und die Welt verändern.

Ich will durchs Leben tanzen, will Neues wagen, den Moment genießen und auch in harten Zeiten niemals aufgeben. Ich will immer und immer wieder aufstehen und weitergehen.

Ich will wegzoomen und die Welt in den Blick nehmen, aus Gottes Perspektive sehen und auf die Ewigkeit schauen. Ich will immer wieder mein Herz Gott hinhalten, es von IHM formen und verändern, heilen und mit Leben füllen lassen.

Ich will mehr vertrauen und mehr wagen, will mutiger sein und weniger zögern. Ich will mein Herz offen halten, damit Gott mir so begegnen kann, wie ER es will. Heute und an jedem einzelnen Tag.